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Archive for Juni 2011

aber nicht zu heiß, auch wenn in meiner Wohnung unter dem Dach noch immer 30 Grad vorherrschen und ich nur mit einem Eimer kalten Wassers unterm Schreibtisch überhaupt am PC sitzen kann. Ab und zu ein kühler Stoß aus der Blumenspritze, die mit Mineralwasser gefüllt ist und drei Liter Wasser habe ich auch getrunken heute.

Mir macht das kaum was aus, denn ich bin ein Sommerkind (Im Hochsommer bei eben solchen Temperaturen geboren). Je älter ich werde, desto mehr verschwindet aber das Sommerkind und es stöhnt und beklagt sich, dass es eben doch sehr heiß ist und es ja eigentlich überhaupt keine Energie für einen Blogeintrag oder eine Geschichte oder ein Gedicht oder was auch immer hat. Und: alles, was ich heute angefangen habe, wurde wieder verworfen und es ist auch wirklich nichts Brauchbares dabei. Dabei hätte ich so gern über das Buch geschrieben, das ich im Moment lese.

Ich kann ja mal anfangen und dann mache ich einfach morgen weiter: also …

Vor kurzem habe ich ein Buch gewonnen. Es ist aus dem Urachhaus Verlag und heißt „Die Mädchen aus der Villa Sorrento“.
Die Autorin, Bodil Bredsdorf, ist eine bekannte dänische Kinderbuchautorin.
Es geht um das Mädchen Bella, das eines Tages eine „neue“ Mutter präsentiert bekommt und eine neue Schwester gleich dazu. Bellas Leben verändert sich, denkt man zunächst, dass es ihr schlecht gehen wird, so erfährt man bald, dass diese Veränderung für Bella durchaus positiv und bereichernd ist. Die beiden Mädchen sind gleichalt und grundverschieden.

Das Buch liest sich gut, ich habe die 109 Seiten in einem Rutsch gelesen und weil es mir so gut gefallen hat, habe ich es gleich noch einmal gelesen, geschmunzelt, gelacht und auch geweint. Die Sprache ist dicht, völlig ohne Sentimentalitäten und doch ergreifend und dramatisch. Alle Gefühle, die in einer kleinen Familie eine Rolle spielen vereinen sich in einer Geschichte, die etwas über ein Jahr aus dem Leben an der dänischen Küste erzählt.

Mehr möchte ich nicht verraten, lest selbst, wenn ihr mögt und außerdem ist es mir zum Schreiben viel zu heiß, selbst der Computer ächzt … also dann gute Nacht und an dieser Stelle noch ein lieber Dank an den Urachhaus-Verlag für das schöne Buch!

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Es ist sowieso erstaunlich, wie schnell und immer schneller (scheinbar) die Zeit verfliegt. Noch schlimmer ist es, wenn man froh ist und Zeit mit einem Menschen verbringt, den man lange nicht gesehen hat und währenddessen so sehr vermisst hat.

Ein paar schöne Mutter-Tochter-Tage liegen hinter mir. Jetzt ist sie wieder unterwegs, die Tochter und ich bin traurig und habe schon jetzt Sehnsucht. Das Los aller Mütter, ich weiß und ich kann auch ganz gut loslassen. Trotzdem geht es mir heute nicht so gut. Morgen wird der Alltag wieder einkehren und die Vorfreude auf das nächste Mal wird Platz finden und ich werde wieder staunen, wie schnell auch diese Wartezeit wieder vergehen wird.

Ich würde sie so gern besuchen in Schweden, aber das wird wohl aus den verschiedensten Gründen nicht klappen, es sei denn, es geschieht ein Wunder. Es gibt sie, diese Wunder, habe selbst schon welche erleben dürfen und deshalb hoffe ich jetzt auf ein kleines Wunder.

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Früher wurde das Krankenhaus in unserem Dorf (jetzt sind wir eine Stadt) von Ordensschwestern betrieben. Am Fronleichnamstag legten die Schwestern Teppiche aus Sommerblumen, die Kunstwerke enthielten christliche Motive . Wir sind als Kinder immer dorthin gegangen und haben die Teppiche bewundert. Tausende von Kornblumen, Margeriten, Kleeblüten und Gartenblumen wurden kunstvoll in mühevoller Arbeit auf der Straße ausgelegt. Auch die Heiligenhäuschen, von denen es hier recht viele gibt, wurden geschmückt für diesen Tag und an den Wegrändern wurden gelb-weiße Fahnen aufgestellt.

Dann gab es eine große Prozession, vorweg gingen die Messdiener und unter einem Baldachin wurde das Kreuz mitgeführt, ein kleines goldenes. Danach folgten der Priester und dann die Gemeinde. Ich habe das immer nur als Zuschauer wahrgenommen, weil ich evangelisch bin. Als Kind fand ich das ungerecht, ich wollte eigentlich gern dabei sein, denn alle meine Freundinnen waren beteiligt.

Später habe ich in dem Krankenhaus Sonntagsdienst gemacht, frühmorgens bin ich hingegangen und habe den Schwestern in der Küche geholfen, durfte auch mal Essen austragen und immer wieder habe ich bei den Patienten am Bett gesessen und mit ihnen geredet. So verbrachte ich meine Sonntage als Zwölfjährige. Eigentlich seltsam, dass ich nicht Krankenschwester oder Pflegerin geworden bin – daber das Leben nimmt manchmal Umwege und so verlor ich diese Arbeit aus den Augen, als die Schule mich mehr beanspruchte und ich in den Leistungsdruck geriet.

Erst vor ein paar Jahren holte mich das wieder ein und ich arbeitete über ein Jahr lang als Nachtwache in einem Altenheim. Nebenbei betreute ich mehrere alte Menschen zu Hause – ohne eine entsprechende Ausbildung, aber mit viel Herzenswärme und Freude. Manchmal vermisse ich das, auch wenn es anstrengend war. Warum ich das nicht mehr mache?
Die vielen Abschiede haben mir zu schaffen gemacht, immer wieder stand der Tod in der Tür und holte einen Menschen zu sich, dem meine Aufmerksamkeit galt. Ich habe mich daran nicht gewöhnen können und immer sehr gelitten.

Heute war ich wieder Zuschauer der Fronleichnamsprozession, aus meine Dachfenster heraus und ohne Blütenteppiche auf der Straße. Die Kirchenglocken läuten schon den ganzen Vormittag und ich erinnere mich an das, was ich oben geschrieben habe …

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Ich glaube, dass ich das schon mehrfach erwähnt habe, aber es freut mich einfach so, dass ich es immer wieder sagen könnte. Meine Tochter ist zu Hause und ich genieße jede Minute mit ihr. Jetzt schläft sie noch und ich geistere ein wenig durchs Internet, lese hier und da und werde später kommentieren. Man möge mir das nachsehen.

Gestern war ich im Konzert der Celtic Women, es war beeindruckend, auch dazu werde ich noch berichten. Morgen ist ja Feiertag und ich kann morgens schreiben, da ich ja sowieso um sechs Uhr aus dem Bett falle. 🙂

Heute also nur eine Konserve, HIER, eine fast wahre Geschichte.

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Gestern wurde ich spontan zum einem Konzertabend eingeladen. Meine Schwester hatte Karten bekommen für das Baskische Nationalorchester. Da bin ich doch gern Lückenbüßer und das habe ich nicht bereut.

Auf dem Programm standen:
Juan Crisóstomo de Arriga: Ouvertüre zur Oper „Los esclavos felices“, ein Werk, dass der Komponist im Alter von 13 Jahren geschaffen hat – unglaublich schön!

Dimitrij Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Der Cellist Gautier Capucon hat mich schwer beeindruckt!

Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-moll op. 64
Für mich das Highlight des Abends

Schön war’s, wunderschön!

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Am Montag kommt meine Tochter nach Hause. Eine ganze Woche wird sie bei mir sein und ich freue mich schon wie ein Schneekönig auf sie. Ich wollte sie so gern in Schweden besuchen während des halben Jahres, das sie dort ist. Leider wird das wohl nicht klappen – aber jetzt kommt sie „auf Urlaub“ und das ist auch schön. Ich arbeite in der Woche nur bis mittags, so dass ich richtig viel Zeit mit ihr verbringen kann und am Donnerstag ist ja auch schon wieder ein Feiertag. 🙂

Am Dienstag steht dann ein Konzertbesuch an, auch darauf freue ich mich schon sehr. Diese jungen Damen werden wir hören und sehen, die Musik ist schon auf CD ein Genuss, live wird das noch schöner werden.

Auch wenn gestern ein „Matschbirnentag“ war, wie Elke so zutreffend geschrieben hat, fühle ich mich heute ausgeruht und wohl. Keine Ideenblitze gestern, aber die weiterführenden Gedanken haben sich verfestigt.

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Ein paar Tage hatte ich mich verkrochen, habe die Natur genossen und das Nichtstun. Ich habe meine Seele baumeln lassen und Gedanken entlassen, die mir nicht gut tun. Am zweiten Tag entstand eine Leere im Kopf, wie ich sie lange nicht gespürt habe – kein Gedankenkarussell, einfach nur sehen, staunen und wahrnehmen, was um mich herum war.

Dann waren sie plötzlich da, die Gedankenblitze – Erinnerungen an Menschen und Dinge, die ich längst vergessen glaubte. Alte Geschichten gingen mir durch den Kopf und es drängelten sich keine Sorgengedanken dazwischen, um alles wieder zu zerstören, so wie ich es schon kenne. Ich habe auch schon eine Idee, wie ich diesen Zustand möglichst lange halten könnte. Ich werde es versuchen.

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Frohe Pfingsten

Ich gehe raus, mich im Kornfeld verstecken, oder im Mais. Vielleicht kann ich etwas Energie tanken, den Computer lasse ich zu Hause, das Notizbuch kommt mit.

Ich wünsche allen eine gute Zeit und ein frohes Pfingstfest!

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Heute hat mich diese Geschichte meiner lieben Freundin Elke so berührt, dass ich alle Leser hier gern darauf aufmerksam machen möchte. (Sie schreibt viele tolle Geschichten, die Elke. Diese hier ist für mich nur mal wieder eine ganz besondere Geschichte, das hat mit meinem Opa zu tun und auch mit dem Leuchtturm und überhaupt.)

Ich geh nochmal lesen, Ihr auch?

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Ich habe schon wieder ein Buch gewonnen, dieses hier. Das ist bereits mein zweiter Gewinn vom Urachhaus-Verlag. Danke!

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Ein Traum

Heute habe ich geträumt, dass ich krank bin. Ich wälzte mich im Bett herum, alles tat mir weh. Die Nase triefte, der Mund war trocken, so dass ich kaum schlucken konnte. Unangenehm!
Leider stelle ich fest, dass es kein Traum war. Ich bin völlig flügellahm heute, die Augen tränen und ich fühle mich einfach nur Bähh. Dabei war gestern noch alles in Ordnung, seltsam.

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