Oma Bettys Tränen und die seligen Geister von Herrn Gluck

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Oma Bettys Tränen und die seligen Geister von Herrn Gluck

Manchmal weint Oma Betty. Oft kommt das nicht vor, aber gelegentlich schon. Ich versuche sie dann aufzuheitern und erzähle ihr Witze. Sie lacht aber meist aus Höflichkeit. Das merkt man ja, wenn ein Witz gar nicht so richtig ankommt, entweder weil er nicht richtig witzig ist, oder wenn derjenige, der ihn hört einfach nicht in der Stimmung ist.

Oma Betty ist selten traurig. Ich bin dann sehr betrübt, lieber habe ich die Tränen, die sie vor Freude lacht, oder vor Rührung.

Neulich zum Beispiel, da hat sie so herzlich gelacht, dass dicke Tränen über ihre Wangen kullerten. Das war toll und man kann einfach nicht anders und muss mitlachen, bis einem der Bauch wehtut.

Und die Rührungstränen, die weint sie, wenn etwas ganz besonders schön für sie ist. Als Mila letzte Woche zu ihr gesagt hat, dass sie die allerbeste Oma der ganzen Welt ist, da hat sie auch geweint, vor Freude halt.

Ich habe mir vorgenommen, viel öfter solche Tränen bei Oma Betty hervor zu kitzeln. Sicher tut ihr das gut. Mir auch! Denn ich liebe meine Oma sehr.

Wenn Oma schöne Musik hört, dann kann es auch passieren, dass sie sich das ein- oder andere Tränchen verdrückt. Ihre Lieblingsmusik kenne ich schon sehr gut und deshalb war ich voll begeistert, als ich von meinem Klavierlehrer neulich ein neues Stück bekam, das zu Oma Bettys Lieblingsmusik gehört. Ich glaube, ich habe noch nie so fleißig geübt, wie in dieser Woche.

Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, als ich ihr das Stück dann vorgespielt habe. Prompt nahm sie ihre Geige aus dem Koffer und hat mitgespielt. Zusammen haben wir dann den Reigen seliger Geister so schön gespielt, dass sogar unser Hund mitgesungen hat. Opa hat es wohl nicht so gefallen, er hat sich schnell in den Garten verzogen. Ist halt nicht so sein Ding, die klassische Musik.

Mein Ding eigentlich auch nicht, aber für Oma kann man das wohl mal machen, nicht wahr? Dieser Herr Gluck hat einfach schöne Musik komponiert, da gibt es nichts zu meckern.

Ich habe mich übrigens total gefreut, dass sie die Geige dazu genommen hat. Das hat sie lange nicht gemacht und wenn mich nicht alles täuscht, dann wird sie nun wieder öfter spielen. Finde ich gut!

Jetzt müssen wir nur noch Mila überreden endlich den Flötenkurs zu besuchen, den sie vom Christkind bekommen hat. Bisher weigert sie sich noch. Aber es wäre doch schön, wenn wir zu dritt musizieren könnten. Vielleicht gefällt’s dann auch Opa!

 

© Regina Meier zu Verl

 

 

 

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Oma Betty und die Samenbomben

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Oma Betty und die Samenbomben

Manchmal hat Oma so richtige coole Ideen. Gerade letzte Woche haben wir beide etwas Spannendes gemacht, Bomben gebaut, Saatbomben. Kennt ihr das?

Oma hatte im Gartenmarkt Sämereien für Wildblumen gekauft und Lehmpulver. Wir haben dann zu Hause Gartenerde mit dem Lehmpulver und den Blumensamen vermischt und ordentlich nass gemacht. Das war beinahe so, wie beim Plätzchen backen vor Weihnachten. Viele kleine Kugeln haben wir aus dem Erde-Ton-Samenteig geformt Das war eine ganz schöne Mantscherei, aber es hat Spaß gemacht.

Die Samenbomben haben wir dann auf der Fensterbank zwei Tage trocknen lassen, durch das Lehmpulver wurden sie ganz hart. Dann kam der spannendste Teil der Aktion, das Verteilen der Bomben im Garten. Überall hin haben wir sie geworfen, waren ja schließlich Bomben. Nun sind wir gespannt, wann wir die ersten Blumen entdecken werden. Oma hat gesagt, dass das etwas dauern wird. Geduld ist nicht so meine Stärke, aber was soll’s, warten wir halt ab.

Einige Kugeln habe ich mir gesichert und mit in die Schule genommen. Dort habe ich sie ebenfalls in die Beete geworfen. Heimlich, damit mich keiner dabei erwischt. Ich weiß nämlich gar nicht, ob man das darf. Egal, alle werden sich wundern wenn dort demnächst überall Wildblumen blühen und die Bienen, die werden sich freuen. Das ist nämlich der Sinn der Sache. Manchmal kann Nützliches so viel Spaß machen, probiert es doch auch einmal aus.

Ich werde berichten, wann ich die erste Kornblume, Margerite, Kleeblüte oder Ringelblume im Garten entdeckt habe, versprochen!

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty und das verflixte Biest

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Irgendwo da muss es sich aufgehalten haben, das Biest …

Oma Betty und das verflixte Biest

Ich lag gerade so schön mit Opa auf dem Sofa, als plötzlich ein lauter Schrei aus dem Badezimmer zu hören war.
„Ach herrjemine!“, rief Opa. „Oma Betty!“ Er sprang so schnell auf, dass sein Weinglas auf dem Tisch umkippte. Dann rannte er ins Bad, ich hinterher.
„Betty, was ist passiert?“, fragte er durch die geschlossene Tür. Ich wäre ja sofort reingegangen, aber Opa ist eben höflich. Er stört nicht, wenn eine Dame duscht.
„Mich hat eine erwischt!“, kreischte Oma. „Kommt rein, ihr müsst gucken!“
„Wer hat dich erwischt?“, fragte ich aufgeregt. Es konnte doch gar niemand reingekommen sein.
Vorsichtig öffnete Opa die Tür. Oma hatte sich ein großes Badehandtuch umgelegt und sie machte ein sehr verschrecktes Gesicht.
„Hier!“, sagte sie und stellte ihr Bein auf den Badewannenrand.
„Ich sehe nichts!“, sagte Opa. „Philip, hol bitte schnell meine Brille!“
Das war ja mal wieder typisch. Immer wenn es spannend wurde, dann schickte man mich weg. Ich sauste so schnell ich konnte ins Wohnzimmer und hastete dann mit der gewünschten Brille wieder ins Bad.
„Dann lass mich mal gucken!“ Opa setzte die Brille auf und nickte. „Stimmt, da hat dich eine angefallen!“, sagte er. Angefallen? „Ich will auch mal sehen!“, rief ich und schaute mir Omas Oberschenkel genauer an. Dann sah ich sie, eine dicke Zecke hatte sich dort festgebissen. Die hätte Opa nun auch ohne Brille erkennen können. Also wirklich.

„Und jetzt?“, fragte ich. „Müssen wir ins Krankenhaus?“
„Quatsch mit Soße!“, lachte Opa. „Hol den Zeckenhaken, der liegt auf dem Schrank neben dem Hundekörbchen.
Als ich zurückkam, erfolgte die Operation „Zecke“ umgehend. Konzentriert setzte Opa den Haken an und zog. Oma hatte wohl die Luft angehalten, sie war schon ganz weiß im Gesicht. Der Zeckenhaken rutschte ab und die Zecke steckte noch immer in Omas Bein.
„Dieses verflixte Biest!“, kreischte Oma. Opa versuchte es erneut. Es funktionierte, das Tier war raus. Es zappelte noch mit den Beinen und wie es aussah, war es noch vollständig. Das war gut, denn wenn noch etwas in Omas Bein geblieben wäre, das wäre schlecht gewesen.
Oma atmete nun wieder, sie war froh, dass sie den kleinen Vampir los war.
„Ich desinfiziere das ein bisschen und dann ist alles wieder gut!“, sagte sie und schickte uns wieder ins Wohnzimmer zurück. Opa ließ schnell das Weinglas verschwinden, das beim Umkippen kaputt gegangen war und ich wischte die Weinflecken weg, so gut es ging.
Jetzt könnte man meinen, es sei alles gut ausgegangen – stimmt leider nicht. Am nächsten Morgen war Omas Bein geschwollen und es tat ihr weh.
„Morgen gehe ich zum Arzt!“, beschloss sie. Es war ja Sonntag und in die Notaufnahme wollte sie nun auch nicht.
Am Montagmorgen war die Schwellung noch gewachsen, in der Mitte war ein roter Flatschen und außen rum war es weiß und geschwollen. Eine Wanderröte nennt sich das. Hat der Arzt Oma erklärt und ihr eine Medizin verschrieben, die sie nun 21 Tage lang einnehmen muss. Oma gefällt das nicht, aber sie fügt sich und sie schimpft auf diese verflixten Biester jeden Tags aufs Neue. Kann ich verstehen, ihr auch?

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty, das Watt und der Hofhund

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Oma Betty, das Watt und der Hofhund

Ich war für ein paar Tage mit Oma Betty an der Nordsee. Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter, besser hätte es nicht sein können.

An einem der heißesten Sonnentage haben wir einen Strandkorb gemietet. Schließlich wollte Oma sich ja auch mal etwas ausruhen, das verstehe ich gut. Auch wenn ich das eher langweilig finde. Ich bin lieber auf Achse und erkunde die Gegend.
An diesem Strandkorbtag hatte ich aber auch meinen Spaß. Zuerst haben wir es uns im Korb gemütlich gemacht und unser Frühstück genossen. Oma hatte Brötchen mitgenommen und allerlei leckere Sachen, frische Erdbeeren, Melonenstückchen und Wackelpudding. Ich liebe Wackelpudding, besonders den grünen mit Waldmeistergeschmack. In unserer kleinen Kühlbox blieb alles schön frisch.

Dann haben wir das Meer gesucht, es war nämlich gerade nicht da. Ich wäre ja gern ganz weit ins Watt hineingelaufen, aber Oma hat sich nicht getraut. Außerdem rutschte sie ständig aus. Einmal ist sie sogar auf dem Hintern gelandet. Fand ich lustig, sie nicht!
„Die armen Wattwürmer!“, rief ich. „Jetzt sind sie platt!“
Omas Gesicht nahm schon einen leicht säuerlichen Ausdruck an und da wusste ich, dass ich es besser nicht übertreiben sollte. Also reichte ich ihr beide Hände, um ihr aufzuhelfen. Doch Oma war zu schwer, es funktionierte nicht. Trotz aller Mühe landete ich ebenfalls auf dem Po und dann saßen wir beide da im Watt und lachten uns kaputt.
„Siehste!“, sagte ich. „Jetzt lacht du mich auch aus. Sind wir nun quitt?“
„Das sind wir wohl, und dreckig sind wir auch!“ Oma hatte sich mühevoll aufgerichtet und ihre weiße Hose war von hinten schlammschwarz, ebenso die Hände und, weil sie sich die Lachtränen abgewischt hatte, sah auch ihr Gesicht so aus wie letztens, als sie sich die Moorschönheitsmaske ins Gesicht geschmiert hatte und mir damit einen Riesenschreck eingejagt hatte.

Wir säuberten uns dann notdürftig, ist ja gar nicht einfach, den Po unter einer Fußdusche zu waschen. Für mich war es kein so großes Problem, aber Oma tat sich schwer, das kann man sich ja vorstellen. Glücklicherweise hatte ich eine Badehose an, aber Oma Betty eben nicht. Sie hätte ja die Hose ausziehen können, doch im Schlüpfer wollte sie nun auch nicht rumlaufen, auch wenn ich das nicht so schlimm gefunden hätte. Dann hatte ich aber eine Superidee, ich füllte meine kleine Gießkanne und duschte Omas Hinterteil so nach und nach ab. Das wäre gar nicht aufgefallen, wenn Oma Betty nicht so laut gekreischt hätte, das Wasser war nämlich eiskalt. Manchmal ist Oma peinlich, aber nur ein bisschen!

Zurück am Strandkorb hat Oma dann die Hose doch ausgezogen und sie zum Trocknen in die Sonne gehängt.
„Wenn sie trocken ist, gehen wir Pommes essen!“, versprach sie. „Solange mache ich ein Vormittagsschläfchen, okay?“
Was sollte ich dazu sagen, Langweile war angesagt, oder doch nicht? Ich beschloss, eine Sandburg zu bauen und das machte mir viel Spaß, so dass ich beinahe die Zeit vergaß. Ich schaufelte eine Art Mauer rundum unseren Strandkorb, in dem Oma ruckzuck eingeschlafen war. Sie schnarchte leise vor sich hin, was mich nicht weiter störte, weil ich das ja kenne.
Dann blieb ein Mann stehen und bewunderte meine Burg.
„Na, baust du ein Schloss für die Prinzessin im Strandkorb?“, fragte er und versuchte einen Blick in den Korb zu werfen. Da wurde der Beschützer in mir wach. Empört sprang ich auf. „Hören Sie denn nicht? Da drin ist der Hofhund, er knurrt schon laut!“ In diesem Moment machte Oma so einen tiefen Schnarcher, wie sie das manchmal auch nachts macht. Ich kann euch sagen, dass das wirkte. Sofort drehte sich der Mann um und suchte das Weite. Ich bin ein guter Beschützer, ja, das bin ich!
Als ich Oma später davon erzählte, lachten wir zum zweiten Mal an diesem Tag Tränen und das war nicht das letzte Mal. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte!

© Regina Meier zu Verl

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Zwischendurch

Lange habe ich nichts geschrieben, jedenfalls nicht hier, in meinem Blog. Aber außerhalb entstehen natürlich Geschichten, geht ja gar ncht anders. Oma Betty ist mit mir an die Nordsee gereist – wir haben wieder unsere jährlich Muttertagstour gemacht, meine Muter, meine Schwester und ich. Schön war’s und auch das Wetter war uns diesmal gewogen.

Meine Schwester und ich sind jeden Morgen zum Schwimmen gegangen, vor dem Frühstück. Das hat gut getan und hier zu Hause vermisse ich das ein wenig. In Duhnen hatten wir meist das ganze Becken für uns.

Demnächst gibt es also wieder Neues von Oma Betty, zuerst muss ich aber weiter aufräumen, denn das Unwetter gestern hat unseren Garten ganz schön verwüstet. Schade um die Sommerblumen, besonders die Engelstrompete ist vom Hagel zerschossen. Aber ich will mich nicht beklagen – andere hat es weitaus schlimmer getroffen.

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Oma Betty malt Bäume

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Oma Betty malt Bäume

 

„Hast du heute Zeit für mich?“, fragt Oma Betty am Telefon. „Ich möchte gern mit dir zum See fahren und die Malsachen mitnehmen!“
Mein Herz hüpft vor Freude, so gern fahre ich mit Oma zum See. Das ist fast schöner als Kino mit Cola und Popcorn, aber nur fast. Anders eben!
„Fährt Opa auch mit?“, will ich wissen, denn ich habe meinen Opa schon ein paar Tage nicht gesehen.
„Nein, du weißt doch, seit Opa Rentner ist, hat er so viel Arbeit, dass er es kaum schaffen kann!“ Oma lacht. Wie immer, wenn sie über Opas Rentnerdasein spricht. Es stimmt auch, Opa ist ständig unterwegs, aber Oma sagt, dass ihm das guttut und deshalb meckert sie auch nicht.
„Ich frage Mama!“, verspreche ich Oma und sage, dass ich sie anrufen werde, wenn ich mit Mama gesprochen habe.
Mama ist im Garten, sie pflanzt Salat, Mila hilft ihr dabei.
„Darf ich mit Oma zum See fahren? Wir wollen malen!“, frage ich und im gleichen Moment weiß ich, dass ich einen Fehler gemacht habe.
„Mila will auch mit!“, plärrt meine Schwester da auch schon und lässt die Schaufel fallen.
Das hat mir gerade noch gefehlt.
„Aber Mila, du willst mich doch wohl nicht allein die ganze Arbeit machen lassen!“, sagt Mama und ich bin ihr unendlich dankbar.
„Ich will aber mit!“ Mila stampft mit dem Fuß auf und schon rollen die Tränen über ihr schmutziges Gesicht, das gibt lustige Streifen. Trotzdem ist mir nicht zum Lachen. Ich bin aber auch blöd! Ich hätte wissen müssen, dass ich Mama besser heimlich gefragt hätte.
„Am See ist es viel zu langweilig für dich!“, versuche ich die Situation zu retten. In diesem Moment naht Hilfe in Form von Opa Werner.
„Moin“, ruft er fröhlich. Opa sagt immer „Moin“, selbst am Abend noch. Er liebt nämlich die Nordsee und die Menschen dort, und die sagen auch alle „Moin“.
„Ich wollte mir mal ein Kind ausleihen, am liebsten die Mila!“, sagt er grinsend und zwinkert mir zu.
Verdutzt schaut Mila ihn an. Was soll das nun bedeuten?
„Was hast du denn vor, Vater?“, will Mama wissen.
„Ich habe doch einen Bollerwagen gebaut, der muss nun unbedingt ausprobiert werden. Mila, magst du mein erster Fahrgast sein? Wir könnten in Richtung Eisdiele fahren!“, verkündet er.
Sofort versiegen die Tränen.
„Aber du musst dich zuerst waschen, Kind. So schwarz wie du bist, nehme ich dich nicht mit!“ Opa lacht und zwinkert schon wieder.
„Und du …“, sagt Mama, „kannst Oma anrufen und sagen, dass du mitdarfst!“
Ich mache einen Freudensprung und nehme meine kleine Schwester an die Hand. „Komm, Mila, wir machen uns chic!“, sage ich und dann verschwinde ich mit ihr im Badezimmer. Sie lässt sich ohne Murren das Gesicht waschen und schrubbt ihr Hände mit Seife. Dann packe ich meinen Farbkasten und einen Block ein. Dann mache mich auf den Weg zu Oma.

Wir fahren mit dem Fahrrad zum See. Einen schönen Platz haben wir bald gefunden. Eine halbe Stunde später ist mein erstes Bild fertig, es ist super gelungen, finde ich.
Oma malt Bäume, Oma malt immer Bäume. Es gibt genug davon hier am Ufer, sie spiegeln sich im Wasser. Auf Omas Bild kann man das schön erkennen. So gut kann ich das noch nicht, aber Übung macht den Meister!
„Rate, was ich in meiner Kühlbox habe!“, sagt Oma. Ich wünsche mir, dass es ein Eis ist und was soll ich sagen? Manche Wünsche gehen sofort in Erfüllung, Oma Betty ist eben die Beste und gleich danach kommt Opa Werner. Echt!

 
© Regina Meier zu Verl

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Oma Bettys Liste und die gemixten Socken

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Oma Bettys Liste und die gemixten Socken

 

Meine Oma Betty schreibt Listen. Immer wieder neue Listen! Darauf hält sie fest, was zu tun ist, deshalb nennt man diese Listen auch „To-Do-Listen“. Das ist Englisch und da ich schon ein wenig Englisch kann, verstehe ich das sogar.
„Oma, was ist das für eine Liste?“, frage ich, als Oma gerade wieder einen Eintrag macht.
„Das ist mein Einkaufszettel!“, sagt sie und grinst. Ich weiß warum. Sie schreibt nämlich immer Einkaufszettel und die vergisst sie dann zu Hause. Sie behauptet, dass sie, wenn sie es einmal aufgeschrieben hat, nichts vergisst, weil das geschriebene Wort Macht hat.
„Schreib noch Gummibärchen dazu!“, fordere ich sie auf und hoffe auf diese Macht, die ihr befiehlt, die Süßigkeit für mich einzukaufen. Oma grinst schon wieder.
„Das weiß ich so, ich kauf immer Gummibärchen, das weißt du doch!“
„Stimmt!“, sage ich und mache noch einen Versuch. „Dann schreib doch bitte zwei Paar Socken mit auf, ein Paar in Neongrün, das andere in Zitronengelb!“
„Du bist unverschämt, warum gleich zwei Paar? Reicht nicht erstmal eines?“, will sie wissen und ich erkläre ihr, dass ich die Paare mixe.
„Mixen? Wie jetzt?“ Oma hat deutliche Fragezeichen in den Augen.
„Na, mixen eben. Das ist megacool, ich trage rechts eine grüne Socke und links eine gelbe, das ist heutzutage angesagt!“ Ich ziehe beide Hosenbeine meiner Jeans ein wenig hoch, damit Oma meine Socken betrachten kann. Heute trage ich links eine blaugeringelte und rechts eine rote Socke mit quietschgelben Tupfen.
„Ich werde verrückt!“, sagt Oma, aber das sagt sie oft und bis jetzt ist noch nichts passiert, sie ist ganz normal, glaube ich jedenfalls.
„Warum denn, Oma? Das ist voll der Trend, haste das noch nicht gehört?“, will ich wissen, denn in meiner Klasse tragen alle Kinder gemixte Socken. „Die rotgetupfte habe ich übrigens von Linda bekommen, im Tausch gegen die blaugeringelte!“ Ich zeige auf meinen linken Fuß.
Oma verzieht angewidert das Gesicht.
„Igittigitt, Socken tauschen und dann noch mit fremden Leuten?“
„Linda ist meine Freundin und sie ist gar nicht fremd!“, antworte ich ihr verärgert. Manchmal ist Oma komisch, vielleicht doch ein bisschen verrückt. Aber das denke ich nur und ich schäme mich auch gleich für meinen Gedanken.

Als Oma später vom Einkaufen zurückkommt, hat sie mir tatsächlich zwei Paar Socken mitgebracht.
„Eines für dich und eines für Linda, kannst ja vorher mixen!“, sagt sie und fügt hinzu: „Aber nur unter einer Bedingung!“
„Welche?“
„Du tauschst nie wieder getragene Socken ein, ich meine so von Fuß zu Fuß!“
„Okay!“, verspreche ich und halte die Hand hoch. „High five!“, sage ich und Oma klatscht ab.
Und was für Listen sonst noch schreibt, das erzähle ich beim nächsten Mal.

© Regina Meier zu Verl

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Löwenzahnhonig


Löwenzahnhonig

„Kommst du mit mir in den Wald? Ich möchte Löwenzahnblüten sammeln!“, sagt Mama nach dem Mittagessen. Ich habe eigentlich keine Lust, aber ich kann Mama das nicht abschlagen, also raffe ich mich auf.
„Hier am Straßenrand wachsen doch auch Pusteblumen! Können wir die nicht nehmen?“, frage ich aber vorsichtshalber nach.
„Nein, ich möchte Löwenzahnhonig zubereiten. Die Blüten hier am Straßenrand haben zu viele Autoabgase abbekommen. Am Waldrand sind sie einfach besser!“, erklärt Mama und das leuchtet mir ein. Außerdem mag ich Löwenzahnhonig sehr gern.
„Wir nehmen uns ein kleines Picknick mit, dann macht das Ganze doppelt Spaß!“, schlägt Mama vor und da bin ich natürlich sofort dabei. Picknick klingt gut und vor allem lecker.
Mama packt einige Stück vom Topfkuchen ein, den sie am Wochenende gebacken hat. Auch etwas zu trinken nehmen wir mit und dann ziehen wir los.
„Warum heißt der Löwenzahn eigentlich so?“, frage ich Mama, denn unter den Zähnen eines Löwen stelle ich mir gefährliche Hauer vor, die stark genug sind, in der Wildnis eine Antilope auseinander zu reißen.
„Schau dir die Blätter, sie sind gesägt und sehen aus wie Zähne, findest du nicht?“
„Ja, stimmt und die Blüten sehen ein bisschen wie eine Löwenmähne!“, fällt mir ein.
„So habe ich das noch nicht gesehen, aber du hast recht, lauter kleine Löwengesichter!“, Mama lacht.
Mittlerweile sind wir am Waldrand angekommen. Die kleinen gelben Sonnen leuchten. Ich finde es fast zu schade, sie abzupflücken.
„Wir brauchen gar nicht so viele, drei Hände voll sollten genügen“, sagt Mama und ich frage mich, ob sie wieder einmal meine Gedanken gelesen hat.
Blüte für Blüte legen wir in den Korb. Wir pflücken aber nicht alle Blüten an einer Stelle ab, sondern lassen immer einige stehen. Die können dann zu Pusteblumen werden und ihre Samen weiter verteilen, damit wir auch im nächsten Jahr wieder ernten können.
„So eine Pusteblume hat ungefähr achtzig Samenschirmchen“, erzähle ich Mama, denn gerade in der letzten Woche haben wir in der Schule im Sachunterricht darüber gesprochen.
„Aha!“, sagt Mama. Sie staunt, das sehe ich ihr an. Deshalb versuche ich sie noch weiter zu beeindrucken.
„Die Federkrone der Pusteblume nennt man auch Pappus und jedes einzelne Schirmchen des Pappus trägt einen Fruchtkörper, der mit kleinen Widerhaken versehen ist, damit er sich besser am Boden festhalten kann. Klasse, nicht wahr?“
Das hat geklappt, Mama ist beeindruckt von meinem Wissen. Wie man aber Löwenzahnhonig herstellt, das weiß Mama besser. Sie schlägt vor, dass ich zu Hause ein schönes Bild vom Löwenzahn malen soll und dann das Rezept dazu könnte.
Drei Hände voll sind schnell gesammelt und den Kuchen vertilgen wir genüsslich im Gras sitzend. Dann treten wir den Heimweg an und ich setze mich gleich an den Küchentisch und male ein Rezeptbild. Mama diktiert mir die Zutaten für den Honig und morgen werde ich das Bild mit in die Schule nehmen.

Hier das Rezept: 3 (Mutter)Hände Löwenzahnblüten unter fließendem Wasser abwaschen, in einen großen Topf geben. Zwei in Scheiben geschnittene Biozitronen mit in den Topf legen, dann 2 Liter Wasser dazu. 15 Minuten kochen, dann 24 Stunden lang ruhen lassen.
Am nächsten Tag wird alles durch ein Küchenhandtuch in einen anderen Topf gegossen, so dass man eine gelbe, klare Flüssigkeit erhält. Diese wird dann mit 1,5 Pfund Zucker erwärmt und bei kleiner Hitze eingekocht. Das kann bis zu 5 Stunden dauern – immer wieder umrühren zwischendurch, das ist wichtig. Nach und nach entsteht ein Sirup, den man dann heiß in kleine Gläser füllt. Deckel drauf, kalt werden lassen, fertig!
Guten Appetit!

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty, der Ausflug und Frau Weidewe

Oma Betty, der Ausflug und Frau Weidewe

Manchmal macht Oma Betty mit uns Enkelkindern einen Ausflug. Mila und ich thronen dann hinten in unseren Kindersitzen und vorn sitzt Oma Betty am Steuer. Frau Weißdenweg hat neuerdings ihren Platz auf dem Armaturenbrett.
Eigentlich war Oma der Ansicht, dass sie so ein Ding nicht braucht und da ihr der Name „Navi“ nicht so gefällt, hat sie es eben umgetauft. Die Stimme ist weiblich, also Frau Weißdenweg oder kurz Weidewe
Papa hat zum Geburtstag ein neues Navi bekommen und er hat Oma Betty sein altes geschenkt.
„Also gut!“, hat Oma gesagt. „Ich kenne den Weg zwar immer, aber wer weiß, wofür es gut ist!“ Man muss dazu sagen, dass Oma selten fremde Strecken fährt und auf ihren gewohnten Wegen weiß sie Bescheid.

Letzte Woche wollten wir zum Tierpark fahren.
„Da waren wir lange nicht!“, hat Oma gesagt und sich die Strecke dorthin schnell nochmal auf der Karte angesehen.
„Mutter, du hast doch das Navi!“, meinte Papa und er half ihr, die Adresse des Tierparks einzugeben.
„Jetzt kannst du dich einfach leiten lassen. Du wirst sehen, das funktioniert ganz wunderbar!“, sagte er noch. Man sollte meinen, dass er seine Mutter besser kennt. Auf jeden Fall besser und länger als ich und ich hatte so meine Zweifel, ob Oma tatsächlich auf Frau Weidewe hören würde.
Es ging schon beim Verlassen des Hofes los.
„Biegen Sie rechts ab!“, sagte Frau Weidewe.
„Nee, das ist ein Umweg!“, antwortete Oma Betty und fuhr nach links.
„Wenn möglich, bitte wenden!“, sagte das Navi, gleichbleibend freundlich.
„Mach ich nicht!“, schimpfte Oma. Die Dame im Navi fügte sich, denn eine Weile sagte sie gar nichts mehr.
„Gleich müssen wir rechts!“, erklärte uns Oma. Frau Weidewe wusste das auch.
„Biegen Sie nach zweihundert Metern rechts ab!“
„Sag ich doch!“, rief Oma begeistert.
„Folgen Sie dem Straßenverlauf etwa drei Kilometer!“, war die nächste Anweisung.
„Und woher soll ich wissen, wann die drei Kilometer erreicht sind?“, fragte Oma, bekam aber keine Antwort.
„Sind wir bald da?“, jammerte Mila. Ich suchte ein Bilderbuch aus meinem Rucksack, damit sie sich beschäftigen konnte und erklärte ihr, dass sie schön still sein müsse, damit Oma sich konzentrieren kann.
„So langsam könnte die mal wieder was sagen!“, meinte Oma. „Die drei Kilometer sind bestimmt schon erreicht!“
„Haste auf den Tacho geguckt?“, wollte ich wissen.
„Ich kann meine Augen ja nicht überall haben, schließlich muss ich …“, Oma brach den Satz ab, denn Frau Weidewe meldete sich zu Wort.
„Biegen Sie nach 200 Metern links ab!“, ordnete sie an.
„Links?“, schrie Oma. „Die spinnt doch!“
Ich hatte es doch geahnt, dass die Sache mit dem Navi keine so gute Idee war. Ich verhielt mich aber vorsichtshalber still. Mila quengelte schon wieder.
„Oma, ich muss mal!“, jammerte sie.
Natürlich war Oma geradeaus weitergefahren und nun kannte sie sich gar nicht mehr aus. Also setzte sie den Blinker und fuhr rechts ran.
„Wenn möglich, bitte wenden!“, sagte Frau Weidewe.
„Du kannst mich mal!“, rief Oma verärgert. Das hätte ich mal sagen sollen, das hätte ein Donnerwetter gegeben.
Oma stieg aus, befreite Mila aus ihrem Kindersitz und verschwand mit ihr hinter einem kleinen Busch. Sichtlich erleichtert kamen die beiden zurück, dann ging es weiter.
„Vielleicht solltest du doch zurückfahren und in die Straße einbiegen, die Frau Weidewe wollte!“, schlug ich vor.
„Ich schalte das Ding jetzt aus, bis jetzt bin ich immer noch überall angekommen, auch ohne diesen blöden Kasten!“, schimpfte Oma.
Irgendwann haben wir den Tierpark dann auch wirklich gefunden, nachdem wir in der Bäckerei nachgefragt hatten, wo wir Kinder ein Croissant bekamen. Als nächstes fuhr Oma an die Tankstelle und erkundigte sich nach dem Weg. Dort kaufte sie uns eine Limo und dann endlich erreichten wir den Tierpark. Ein bisschen komisch kam es uns vor, dass nicht ein einziges Auto auf dem Parkplatz stand, der normalerweise immer gut gefüllt ist.
„Wahrscheinlich haben die alle ein Navi und irren noch in der Gegend rum!“, meinte Oma. Leider war das aber nicht so, der Park hatte geschlossen. ‚Montags Ruhetag‘ stand auf dem Schild am Eingang.
„Mist!“, sagte Oma.
„Das war nun schon der zweite Fluch!“, bemerkte ich und Oma schlug erschrocken die Hand vor den Mund.
„Okay, dann hast du jetzt zwei gut!“, schlug sie vor.
„Kann ich die in Eis eintauschen, eins für Mila und eins für mich?“ Ich kicherte, als sie zustimmte. Ich habe meine Oma fest im Griff. Das Eis war übrigens lecker, superlecker!

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty, der Star und der Wasserfall

„Was war das noch für ein Vogel, den sie dir aus dem Auge operiert haben?“, fragt Mila ihre Oma Betty. Die lacht laut auf.
„Milakind, das war ein grauer Star!“
„Und was ist daran so lustig?“ Mila zieht eine Schüppe, sie mag nicht ausgelacht werden.
„Eigentlich ist das nicht lustig!“, gibt Oma zu. „Weißt du, Mila, es ist der Name für eine Augenkrankheit. Fast alle Menschen bekommen die, wenn sie älter werden. Es ist auch nichts Schlimmes! Aber es ist auch der Name für einen Vogel.“
„Aber wenn das nicht schlimm ist, warum weinst du dann dauernd?“, will Mila wissen.
„Ich weine ja gar nicht, mein Auge ist gereizt, deshalb tränt es. Das wird aber bald wieder besser werden, denn der Augenarzt hat mir Tropfen verordnet.“ Oma Betty zeigt Mila das kleine Fläschchen.
„Ich hatte auch keinen Vogel im Auge, Star ist die Bezeichnung für eine Linsentrübung. Der Fachbegriff dafür lautet ‚Katarakt‘ und das bedeutet übersetzt ‚Wasserfall‘!“, erklärt Oma.
„Wieso Wasserfall? Und was ist mit den Linsen? Solche Linsen wie in der Suppe, die ich so gern mag?“ Oma Betty lacht schon wieder.
„Da bringst du mich auf eine Idee, wir kochen heute Linsensuppe und während ich die Kartoffeln schäle, erkläre ich dir, was es mit den Linsen und dem Wasserfall auf sich hat, okay?“
Damit ist Mila einverstanden, schon die Aussicht auf Oma Bettys Linseneintopf macht gute Laune. Oma ist die beste Linsensuppenköchin der Welt.
„Also dann, zuerst der Wasserfall. Du hast doch schon einmal einen Wasserfall gesehen, stimmt’s?“
„Ja, aber nicht in echt. In meinem Sachgeschichtenbuch ist aber einer drin!“ Mila springt auf und holt das Buch aus dem Wohnzimmer. Dort hat Oma für die Enkel ein Extraregal eingerichtet, nur mit Kinderbüchern.
„Hier ist er!“, Mila zeigt auf ein Bild mit einem herrlich schäumenden Wasserfall.
„Wenn du dir nun vorstellst, dass du hinter dem Wasserfall ständest, also direkt dahinter …“, sagt Oma.
„Dann würde ich pitschnass werden!“, ruft Mila begeistert. „Das wäre ein Spaß!“
„Ja, das auch! Aber was würdest du sehen? Könntest du durch das schäumende Wasser hindurchsehen?“
Mila schüttelt den Kopf. „Nein, das wäre sicher nicht möglich!“
„Gut erkannt. Genauso ist das bei den Augen, wie ein Wasserfall schiebt sich der graue Star vor die Linse, ganz langsam, praktisch in Zeitlupe. Und irgendwann ist die Sicht dann so trüb, dass man nur noch milchige Bilder sieht. Dann muss man operiert werden.“, erklärt Oma Betty.
So ganz richtig hat Mila das noch nicht verstanden, doch nachdem sie noch einmal nachfragt, wird ihr klar, was Oma meint.
„Das ist ziemlich blöd, nicht wahr, Oma?“
„Zuerst merkt man es gar nicht, aber im Laufe der Jahre wird es immer deutlicher, dass da was nicht in Ordnung ist. Wenn man dann die neue Linse bekommen hat, sieht man wieder klar, ohne Wasserfall!“

„Super!“, findet Mila das. „Und weil meine Augenlinsen prima sehen können, helfe ich dir jetzt beim Kartoffelschälen, okay?“

© Regina Meier zu Verl

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