Autorenplauderei 4

Kindergeschichtensammlung

Es gibt so Tage, da fließen die Wörter direkt aus dem Kopf in die Finger und somit auf die Tastatur und schwupps, stehen da ein paar Sätze und wenn man Glück hat, dann fließt es und fließt. Das ist ein wunderbares Gefühl, fast wie ein Rausch.

An anderen Tagen verhaken sich die Wörter in den Hirnwindungen und wollen einfach (noch) nicht fließen. Dann ist Geduld gefragt. Was kann man in einem solchen Falle machen? Lesen! Eines der besten Mittel, eine kleine Blockade zu lösen.

Gestern war ein guter Tag, ein sehr guter, da waren wir beide uns einig, denn wir haben im gemeinsamen Projekt so viel geschrieben wie lange nicht. Eine richtige Blockade haben wir lange nicht gehabt und das ist gut so. (Klopf auf Holz – drei Mal)

Ursprünglichen Post anzeigen

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Der Ring von Oma Meier

Eine Geschichte von Elke im neuen Kindergeschichtenblog, schaut doch mal rein und vielleicht möchtet Ihr uns ja auch dort folgen!

Kindergeschichtensammlung

Der Ring von Oma Meier

Wer hat Oma Meiers Ring gestohlen? Die Nachbarkinder machen sich auf die Suche nach dem Dieb, der ein ganz besonderer ist

„Mein Ring ist verschwunden. Jemand hat meinen Ring gestohlen!“, ruft Oma Meier aufgeregt. „Zu Hilfe! Diebe! Einbrecher sind unterwegs.“
„Diebe? Einbrecher? In dieser friedlichen Straße?“ Die Nachbarn sind entsetzt.
„Ja“, bestätigt Oma Meier. „Der Ring lag auf dem Küchentisch.“ Sie schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Warum war ich bloß so leichtsinnig und habe das Fenster nicht geschlossen, als ich mich zu einem Nickerchen ins Wohnzimmer setzte? Oh, das werde ich mir nie verzeihen. Dieser Ring ist ein altes Erbstück.“
„Er war es“, meinte Tom und nahm seine Freunde zur Seite. „Was haltet ihr davon, wenn wir wie richtige Detektive den Fall klären?“, flüsterte er ihnen zu.
„Wie soll das gehen? Wir sind doch nicht die Polizei“, meinte Katja.
„Außerdem sind wir bloß…

Ursprünglichen Post anzeigen 329 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Zwetschgenzeiten

Im Nachbargarten habe ich schon reife Zwetschgen gesehen, mmh, wie lecker die aussehen. Leider kam ich nicht ran …
Elke und ich haben eine Zwetschgengeschichte geschrieben, viel Spaß beim Lesen.

Sommerzeit

Zwetschgenzeiten

„Halloooo! Wo seid ihr? Will uns denn keiner haben? Halloooo?“
Laut und turbulent ging es zu auf der Obstwiese. Besonders hinten beim Zwetschgenbaum, wo sich die reifen Zwetschgen laut zu Wort meldeten.
„Will uns denn keiner ernten?“
„Hört auf zu jammern, da oben!“, schimpfte der Zwetschgenbaum. Ihr seid noch gut dran. Meine Schmerzen müsstet ihr haben, dann wüsstet ihr, wie schwer die Last ist, die ich zu tragen habe. Ich wünsche, es käme ein Wind, der euch abschüttelte!“
„Abschütteln? Uns? Nein! Was fällt dir ein!?“
Aufgeregt schrien die Zwetschgen ihren Ärger in den Tag hinaus.
„Nicht auszudenken, was uns alles passierte, lägen wir auf dem Boden“, ereiferte sich eine.
„Vom Bodensturz ganz abgesehen“, sagte eine andere. „Wer weiß, wie wir uns dabei verletzen könnten.“
„Oh, oh, das gäbe blaue Flecken!“, klagte eine dicke Zwetschge, die weit oben in den Zweigen hing.
Da musste der Baum herzlich lachten. „Blaue Flecken…

Ursprünglichen Post anzeigen 306 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Damals und heute

Ich denke zurück an die schöne Zeit,
als wir noch ganz frei und ohne Sorgen
in einem luftig bunten Sommerkleid
begrüßten jeden Ferienmorgen.

Im Freibad Sonnentage verbrachten,
mit Himbeerwasser und Käsebroten,
Fußball spielten, schwammen, tobten, lachten,
vom Rande sprangen, obwohl verboten.

Im Wald dann Buden aus Zweigen gebaut,
mit Moos ausgelegt, vor Eifer erhitzt.
Es wurde niemals auf die Uhr geschaut,
wurd‘s dunkel, sind wir nach Hause geflitzt.

Mama wartete mit dem Abendbrot
auf ihre so fröhliche Kinderschar,
von Kopf bis Fuß schwarz, nur die Wangen rot.
Ich weiß noch so gut, wie glücklich ich war.

‚Noch eine Geschichte‘ bettelten wir,
Mama erzählte uns immer wieder
von Elfen und Zwergen, von Mensch und Tier,
manchmal sang sie uns auch Einschlaflieder.

Aber auch heute ist die Zeit noch schön,
man muss nur den Augenblick genießen,
den Kindern in die Augen seh‘n,
freudig jeden Tag begrüßen.

Sie liebhaben, ihre Hände halten,
sie aufmerksam durch den Alltag führen,
viel Zeit mit ihnen fröhlich gestalten
und öffnen fest verschlossene Türen.

Neugierig, was dahinter verborgen,
lernen, entdecken Tag für Tag,
vergessen kleine und große Sorgen,
das ist die Zeit wie ich sie mag.

© Regina Meier zu Verl 2016

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Eine Geschichte in zwei Sprachen

008

Leni und der Herzballon

Allein stand das Kind auf dem Friedhof. Bis auf das Rufen eines Käuzchens war es still.

Es hatte keine Angst, ganz friedlich schien die Welt. Auf dem Stein war der Name der Oma eingraviert. In der Hand hatte das Kind ein Band, an dem ein roter Luftballon in Herzform schwebte.

„Ich lasse ihn nun fliegen, dann kommt er zu dir, Oma. Ich habe dich so lieb“, flüsterte das Kind und schaute zum Himmel. Es streckte seine Hand nach oben und da das Band nur locker um die Hand gewickelt war, löste es sich leicht und der Ballon schwebte davon, höher und immer höher.

Nach einer Weile erblickte das Kind das Gesicht der Großmutter in den Wolken.

„Oma, Oma, halt ihn fest, er ist für dich“, rief Leni laut. Sie schlug die Augen auf und sah die Mutter an ihrem Bett sitzen.

„Hast du wieder von Oma geträumt, Leni?“, fragte diese und strich ihrer Tochter zärtlich übers Haar.

Leni nickte und kuschelte sich an die Mutter. Seit Oma nicht mehr da war, träumte Leni häufig von ihr, sie vermisste sie von ganzem Herzen.

„Mach ein wenig Platz, dann lege ich mich noch ein wenig zu dir. Es ist noch so früh.“, schlug die Mutter vor. Sie schmiegten sich aneinander und Leni schlief auch nach ein paar Minuten wieder ein.

Es war Sonntag und die Familie wollte gemeinsam zur großen Frühjahrskirmes im Dorf gehen. Leni freute sich darauf und auch Timmy, ihr kleiner Bruder, war Feuer und Flamme.

Karussell fahren war bei den Kindern sehr beliebt, besonders das Kettenkarussell liebten die beiden sehr.

Nach dem Mittagessen machten sie also eine Wanderung zum Kirmesplatz, auf dem es schon munter einherging. Es duftete köstlich nach gebrannten Mandeln, Bratwürstchen, Waffeln und allerlei anderen Leckereien.

„Wir gehen erst einmal über das ganze Gelände und schauen, was es so alles gibt!“, schlug der Vater vor. „Dann könnt ihr euch ein Karussell und eine Süßigkeit aussuchen, einverstanden?“

Doch Leni hatte nur Augen für einen Clown, der einen großen Strauß bunter Luftballons bei sich trug. Da gab es Flugzeuge, Dinosaurier, Fische und viele mehr. Leni suchte nach einem roten Herzen, fand aber keins. Sie zupfte den Clown am Ärmel.

„Hast du keinen Herzballon? Ich möchte so gern einen roten Herzballon!“, sagte sie. Der Clown schüttelte traurig den Kopf, überlegte kurz, sprang in die Luft, drehte sich um und flitzte dann wie ein Wirbelwind davon.

„Was war das denn?“ Der Vater staunte. „Was hast du ihm denn gesagt?“

„Ach, ich habe nur nach einem roten Herzballon gefragt und schon war er weg. Dabei wollte ich doch so gern so einen Luftballon haben. Ich möchte auch nicht Karussell fahren oder etwas anderes kaufen, ich möchte nur so einen Ballon.“

Leni weinte, gerade hatte sie sich an ihren Traum erinnert und nun wollte sie ihn Wirklichkeit werden lassen.

In diesem Augenblick kam der Clown zurück, er hatte in der rechten Hand den Strauß mit den vielen Ballons und links … einen glitzerroten Herzballon. Strahlend drückte er Leni den Ballon in die Hand, machte einen Diener und verschwand so schnell wie er gekommen war.

Leni war überglücklich.

Auf dem Friedhof standen vier Menschen. In der Ferne hörten sie die Musik des Rummels. Sie hielten sich an der Hand und schauten gen Himmel. Das Mädchen ließ den Ballon los, er sollte zur Großmutter fliegen und das tat er auch. Langsam stieg er gen Himmel und glänzte in der Abendsonne.

„Der ist für dich, Oma“, flüsterte Leni. Still gingen die vier Menschen nach Hause, jeder von ihnen ging seinen Gedanken nach, nur Timmy bedauerte, dass er nicht auf einer Karussellfahrt bestanden hatte.

„Morgen ist auch noch ein Rummeltag, mein Sohn!“, tröstete ihn der Vater.

Lena and the heart balloon

The child was standing alone in the cemetery. Apart from the calling of a little tawny owl everything was quiet. The child wasn’t frightened, the world seemed so peaceful. Granny’s name was engraved on the headstone. The child was holding a ribbon with a heart-shaped balloon hovering at the end.

“I’m going to let it fly now, and then it will come to you, Granny. I love you so much”, the child whispered and looked towards the sky. It stretched its hand up high and as the ribbon was only tied loosely round the hand, it slipped off easily and the balloon drifted up higher and higher.

After a while the child spotted Granny’s face in the clouds.

„Granny, Granny, hold it tight, it’s for you“, Lena shouted out. She opened her eyes and saw her Mum sitting on her bed.

“Did you have another dream about Granny, Lena?” her Mum asked and stroked her hair gently.

Lena nodded and snuggled up to her Mum. Since Granny was no longer with them, Lena often dreamt about her. She missed her from the bottom of her heart.

“Budge over a bit, and then I can lie down next to you. It’s still so early”, Mum suggested. They cuddled up together and a few minutes later Lena went back to sleep.

It was Sunday and the family wanted to go to the spring fair in the village. Lena was looking forward to it and her brother, Timmy, was so very excited. The children loved going on the rides and they loved the merry-go-round the most.

After lunch they set off to the fairground which was already heaving. The roasted almonds, sausages, waffles and all sorts of other treats smelt delicious.

„Let’s walk around the whole fairground first and see what there is!“ Dad suggested. “Then you can choose a ride and a sweet treat, ok?”

But Lena couldn’t take her eyes off the clown, who was carrying a huge bouquet of bright-coloured balloons. There were aeroplanes, dinosaurs, fish and lots more. Lena looked for a red heart, but she couldn’t find one. She tugged on the clown’s sleeve.

„Haven’t you got a heart balloon? I’d love a red heart balloon!” she said. The clown shook his head sadly, thought for a moment and then he jumped up in the air, turned around and whizzed away like a whirlwind.

„What was all that about? “ Dad was amazed. „What did you say to him?”

“Oh, I only asked him for a red heart balloon and then he disappeared. And I really only wanted such a balloon. I don’t want to go on a ride or buy anything else; I’d just like such a balloon.”

Lena started crying. She had just remembered her dream and she wanted to make it come true.

Just at that moment the clown returned with a bouquet of balloons in his right hand and in his left hand… a glittery red heart balloon. With a smile all over his face, the clown gave Lena the balloon, took a bow and disappeared as quickly as he had appeared. Lena was overjoyed.

Four people were standing in the cemetery. In the distance they could hear the music coming from the fair. They held each other’s hands and looked up into the sky. The girl let the balloon go, it was to fly to Granny and it did just that. Slowly, it floated up towards the sky and shone in the evening sun.

“That’s for you, Granny,“ Lena whispered. Quietly, the four people went back home, each of them lost in their own thoughts, only Timmy regretted not having insisted on going on a ride.

“The fair will still be there tomorrow, my son! “ his Dad said kindly.

© Regina Meier zu Verl

© Übersetzung – Helen Swetlik

Veröffentlicht unter Uncategorized | 5 Kommentare

Das Hochzeitsfest

Das Hochzeitsfest

Gestern haben Mama und Papa geheiratet. Es war ein kleines Fest, aber schön. Mama war chic in ihrem neuen Kleid und Papa hat sogar einen Anzug getragen. Den habe ich nur ein einziges Mal an ihm gesehen. Das war, als damals sein Erbonkel gestorben war.

Ich habe auch ein neues Kleid bekommen und ich durfte mit Mama zum Frisör, der uns beide ganz toll hübsch gemacht hat. Leider haben meine Locken nur bis kurz nach dem Abendessen gehalten. Bei Mama war eine halbe Dose Spray drin. Das machte die Haare zwar bretthart, aber sie blieben dort liegen, wo der Frisör sie hingelegt hatte.

Papa hat gesagt, dass Mama eine Lampenschirmfrisur hätte. Beinahe hätte es deswegen Streit gegeben. Aber ich bin rechtzeitig dazwischen gegangen. Das mache ich immer, wenn ein Streit vorhersehbar ist. Es wäre doch schrecklich gewesen, wenn die Hochzeit ausgefallen wäre, bei all dem schönen Essen, das Mama und Oma vorbereitet hatten.

Ihr müsst jetzt nicht denken, dass es dauernd Streit bei uns gibt. So ist das nicht. Es sind eher Meinungsverschiedenheiten und kleine Neckereien, sagt Mama immer.

Aber zurück zum Essen. Oma hat alles zubereitet, in dem tierische Produkte vorkommen. Mama kann das nicht. Sie lebt schon lange vegan, Papa auch. Ich eher nicht, weil ich dann bei Oma gar nichts essen dürfte und das wäre schrecklich. Nach der Schule gehe ich nämlich immer zu ihr, weil meine Eltern ja arbeiten müssen. Am Wochenende esse ich dann aber zu Hause. Zwei Tage kann ich das gut aushalten und Mama kocht wirklich gut, auch ohne Fleisch, Eier und Käse und was noch so alles verboten ist bei uns.

Papa hat mir verraten, dass er sich manchmal nach einer richtigen Frikadelle sehnt. Beim Hochzeitsfest hätte er gut mogeln können. Es gab Gemüsebratlinge und richtige Frikadellen. Kein Mensch hätte es gemerkt, wenn Papa da zugegriffen hätte. Ich vermute, dass er nur aus Liebe zu Mama auf Tierisches verzichtet. Ist ja auch in Ordnung.

Wenn ich erwachsen sein werde, dann könnte es sein, dass ich auch Veganer werde. Weiß ich aber noch nicht, hat ja auch noch Zeit, nur nicht hektisch werden.

Wir haben übrigens bei Oma gefeiert. Sie hat einen größeren Garten als wir und auch ihr Wohnzimmer war geräumiger. Oma und ich haben alles schön dekoriert. Ich habe viele rote Herzen ausgeschnitten und Oma hat sie mit Sicherheitsnadeln an den Tischdecken befestigt.

Onkel Alex und seine Jungs haben musiziert. Das war lustig. Sie hatten eine riesige Kuhglocke dabei und immer wenn die geläutet wurde, mussten Mama und Papa sich küssen. Ich fand das toll und ich habe die beiden immer angefeuert. Küssen darf man auch, wenn man vegan lebt. Das war also gar kein Problem, obwohl ich den Eindruck hatte, dass Mama etwas genervt war von dem Kuhglockengebimmel und der ewigen Küsserei.

Später am Abend haben wir dann die Frau mit der schönsten Frisur gewählt. Das war natürlich Mama. Sie strahlte und sagte zu Papa: „Siehste!“

Und dann hat sie selbst die Kuhglocke betätigt und schon ging die Küsserei wieder los. Erwachsene können ganz schön albern sein. Ich mag das, ganz ehrlich! Schade, dass ich nicht bis zum Schluss bleiben konnte. Aber ich musste Oma ins Bett bringen, die war völlig fertig von der Feierei. Ich habe ihr noch eine kleine Geschichte erzählt und schwupps waren wir beide eingeschlafen.

© Regina Meier zu Verl 2016

Veröffentlicht unter Geschichten für Erwachsene | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Gegen die Traurigkeit

Ein hagebuttenrotes Kleid
und feine schwarze Schuh,
dann bin ich für den Ball bereit,
ich trage Gold dazu.
Kastanienbraun schimmert mein Haar,
es glänzt im Sonnenlicht,
doch dort, wo sonst ein Lächeln war,
find ich es heute nicht.
Ich übe und ich lach mich an,
zuerst fällt es noch schwer,
doch etwas später klappt es dann,
fast konnt ich es nicht mehr.
Die allerschönste Jahreszeit,
die ist der Herbst für mich,
dann trage ich mein rotes Kleid
und lach mir ins Gesicht.
© Regina Meier zu Verl
Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Der Quälgeist

Der Quälgeist

In der Nacht summt es im Zimmer
ganz schön laut, doch kommt´s noch schlimmer.
Erst ein Kribbeln, dann ein Stich!
Warte nur, ich kriege dich!

Aus dem Bett, schnell Licht gemacht,
doch die kleine Mücke lacht:
„Hab mich längst an dir gelabt
und schon meinen Spaß gehabt!“

Ich find sie nicht, sie ist so klein.
Oh, Mückenfrau, bist du gemein.
Mich juckt´s, ich will in Ruhe schlafen,
hau ab, sonst werd ich dich bestrafen.

Kaum liege ich, das Licht ist aus,
summt es schon wieder, welch ein Graus!
Sie wird mich nicht in Ruhe lassen,
na warte, ich werd dich schon fassen.

Wird es erneut im Zimmer hell,
versteckt die Stechmücke sich schnell.
Wer weiß, wo sie nun wieder sitzt,
wahrscheinlich grinst sie ganz verschmitzt.

Und weil ich doch so müde bin,
leg ich mich einfach wieder hin,
krieche komplett unter die Decken
und hoff, sie wird mich nicht entdecken.

Erschöpft schlafe ich schließlich ein,
es muss doch endlich Ruhe sein.
Ich träume von der kleinen Mück,
sie schläft wohl auch, welch großes Glück.

© Regina Meier zu Verl
Veröffentlicht unter Gedichte | 12 Kommentare

Sonnenschwester

sonnenschwester
Sonnenschwester
Streckst nicht dein Köpfchen
der großen Schwester entgegen.
Mich lachst du an, mich
und schenkst mir Licht,
so wie sie dort oben am Himmel,
die mich wärmt und erheitert.
Dein Körbchen ist gefüllt mit Samen,
bekränzt von goldener Krone,
die dir zusteht.
Mögen deine Kerne fallen,
in fruchtbarem Boden keimen,
auf dass sie erneut Licht schenken,
dem, der sich an deiner Schönheit erfreut.
© Regina Meier zu Verl
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Unterm Elfenregenschirm

Elfenregenschirm
Hockt die kleine Sumsinella
unterm Regenschirm im Garten,
wo noch viele kleine Elfen
auf des Sommers Rückkehr warten.
Grillen stimmen ihre Geigen,
warten auf den Einsatz schon
für den bunten Sommerreigen.
Wann erklingt der erste Ton?
Und so warten wir wohl alle,
Mensch und Tier und Elfenkind,
weil wir, wenn die Sonne scheint,
ganz besonders glücklich sind.
                                                              © Regina Meier zu Verl
Veröffentlicht unter Gedichte | 2 Kommentare