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Archive for März 2021

Doppelt hält besser

In dem Haus, in dem wir wohnten, hatte auch Pastor Schafhirt* eine Wohnung. Zwei Zimmer unter dem Dach waren vollgestopft mit Möbeln und Büchern sowie allerlei Kram. Einmal habe sich beim Angeln eine schöne Pfeife anstecken wollen, da seien die Streichhölzer ins Wasser gefallen. Seitdem habe er von allen wichtigen Dingen immer zwei Exemplare. Pastor Schafhirt war der erste evangelische Pastor in Verl. Wir Kinder mochten ihn sehr, auch, weil wir bei ihm fernsehen durften, er war der Einzige, der einen Apparat besaß. Dazu gab es ein Glas Himbeerwasser. Zu Geburtstagen besuchte er uns, er brachte Schokolade und Zaubernüsse mit.

100 Wörter

*Er hieß wirklich so, ein toller Name für einen Pastor, oder?

Photo by Sam on Pexels.com

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Ich bin einen Tag zu spät dran, sorry. Lores Geschichte war gestern schon zu lesen, schaut doch mal rein bei ihr.
Lores Märchenzauber KLICK
Die folgenden Reizwörter waren zu verarbeiten und mir ist eine kleine Geschichte dazu eingefallen, die ich meiner Großmutter widme, die mit der Luise in der Geschichte vieles gemeinsam hatte, besonders das Lachen.

Sofa, Kissen, viereckig, schlafen, gähnen

Lachflash

„Nun schalte doch endlich den Fernseher aus, du hast ja schon ganz viereckige Augen!“, schimpfte Luise, die schon vor Stunden ins Bett gegangen war und dann aufwachte, weil sie Fred vermisste, der noch immer auf dem Sofa im Wohnzimmer lag. Eigentlich musste sie zur Toilette, aber das mit dem Vermissen ist ja viel romantischer, nicht wahr?
Fred machte kurz das linke Auge auf, dann gähnte er und hätte damit dem müden Löwen im Zoo gut Konkurrenz machen können. Unglaublich!

Die Geschichte ist in mein Geschichtenblog umgezogen KLICK

Photo by Brett Sayles on Pexels.com

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Gummitwist

Fuß, Wade, Knie, Oberschenkel, Hüfte – das waren die verschiedenen Stationen des Gummitwist, ein Spiel, das wir bis zum Abwinken spielten. Man brauchte dafür drei Leute, zwei, die sich in das Gummi stellten und einer war „dran“ und sprang nach bestimmten Vorgaben im Gummi herum. Das Gummi bestand aus Schlüpfergummi, das man entweder kaufen durfte, oder aus Mamas Nähkasten stibitzte.
Gummitwist wurde vorwiegend von uns Mädchen gespielt, dabei wollten wir auch gern unter uns sein, denn bei den Beinverenkungen schaute man seinen Mitspielerinnen auch schonmal unter den Rock, damals trugen Mädchen meist Röcke. Dazu sangen wir: Teddybär, Teddybär, dreh dich um.

100 Wörter

Photo by Germu00e1n TR on Pexels.com

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Der Knecht

Wenn der alte H. seinen Knecht zum Einkaufen schickte, holten Mütter ihre Kinder rein. Ganz so drastisch war es nicht, ich erinnere mich aber, dass ich Angst hatte. Er kam zu Fuß mit seiner abgewetzten Ledertasche die Straße entlang und kaufte bei Tante Käthe ein. Er sah furchterregend aus, hatte, soweit man das sehen konnte, einen einzigen Zahn im Frontbereich und schaute düster aus seinem grauen Arbeitskittel. Er lebte mit seinem Chef auf einem Bauernhof in der Nachbarschaft. Eine Frau gab es dort nicht, aber einen bissigen Spitz, der an der Kette lag. Wir Kinder hielten uns fern, klar, oder?

100 Wörter

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wie versprochen folgt heute die Fortsetzung meiner gestrigen Reizwortgeschichte!

Die Geschichte ist umgezogen: Frühling auf dem Land KLICK

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Frühling, Wettkampf, blühen, schneien, siegen
Das waren die Reizwörter, die zu verarbeiten waren. Ganz fertig ist meine Geschichte nicht, s. u.
Lest bitte auch bei
Lore – Lores Märchenzauber

Als Katinka aus dem Bus stieg, schloss sie erst einmal fest beide Augen und nahm einen tiefen Atemzug. Ja, so musste der Frühling riechen.

Die Geschichte ist umgezogen und nun hier zu finden: Frühling auf dem Land

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Tierparkbesuch

Ich war das erste Enkelkind meiner Großeltern mütterlicherseits. Ich genoss einen besonderen Status und wurde sehr verwöhnt. Mit Opa durfte ich öfter den Tierpark Olderdissen* besuchen. Wir fuhren mit dem Bus und gingen dann ein beachtliches Stück zu Fuß weiter. Währenddessen „unterhielten“ wir uns emsig. Mein Redeanteil soll so ungefähr bei 95 Prozent gelegen haben, erzählte mir mein Opa später. Ich war eben sehr wissbegierig, bin ich eigentlich immer noch. Heute rede ich aber deutlich weniger, glaube ich jedenfalls. Wieder daheim verkündete ich meiner Oma stolz: Es war toll. Wir haben uns ganz prima unterhalten. Stimmt doch, Opa, oder? Stimmt!

100 Wörte

*Tierpark Olderdissen

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Dschungelbuch

Ich war dreizehn. Wir besuchten meine Großeltern in Bielefeld, in deren Haus zwei Cousinen wohnten. Petra, war ein Jahr älter als ich. Da sie in der Stadt aufgewachsen war, ich auf dem Land, war sie mir nicht ein Jahr, sondern um Längen voraus. Selbstbewusst ging sie zur Sonntagsnachmittagsdiskothek. An diesem Sonntag sollte ich mitgehen. Das wollte ich nicht, denn es war verboten. Wir hatten lediglich die Erlaubnis ins Kino zu gehen. Vorm Kino, setzte mich Petra ab. „In zwei Stunden hole ich dich ab!“, sagte sie. Ratet, wer nicht kam! Wütend fuhr ich zurück zu den Großeltern, mit dem Bus.

100 Wörter

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