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Archive for November 2019

Kindermund

„Du, Regina!“
„Ja, was ist denn?“
„Ich war mit meiner Mama in der Bibliothek, dort haben wir ein Buch von dir gesehen!“
„Wie schön, welches war es denn?“
„Das mit dem Tannenbaum* vorne drauf!“
„Aha!“
„Wir haben es auch ausgeliehen. Aber gelesen habe ich es nicht!“
„Warum nicht?“
„Es ist stinklangweilig!“

Auf der Suche nach einer älteren Geschichte von mir stieß ich eben auf diesem Eintrag in meinem alten Blog. Den wollte ich euch doch nicht vorenthalten. Es geht um das Buch Lichterglanz und Tannenduft, das mittlerweile vergriffen ist. (War ja auch langweilig) 🙂

 

 

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Sonntagskind

Heute vor 34 Jahren wurde mein Sohn geboren. Es war auch ein Sonntag, er ist also ein Sonntagskind. Man sagt, Sonntagskinder haben es leicht im Leben. Das kann ich so nicht bestätigen, mein Sohn macht es sich oft schwerer als es nötig wäre.

Aber wir haben einen guten Draht zueinander, er hat mir vier wunderbare Enkelkinder geschenkt, für die ich jeden Tag dankbar bin.

Ich erinnere mich noch gut an den Tag seiner Geburt, stundenlang habe ich ihn angeschaut und mein Herz lief über vor lauter Liebe. Das war ein ganz wunderbares Gefühl, eines das anhält und nun durch die Enkel noch einmal weiter entfacht wird – dabei dachte ich immer: mehr Liebe geht nicht!

Geht aber!

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Philip und ich

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Vorlesetag nochmal

Gestern war ja der bundesweite Vorlesetag. Ich hatte schon erzählt, dass ich auch teilgenommen habe und in einem hiesigen Kindergarten vorgelesen habe. Es liegt nahe, dass ich meine eigenen Geschichten dafür genommen habe und das kam sehr gut an. Die Kinder haben toll zugehört, aber auch interessante Fragen gestellt und nach einer Geschichte von Parallelen zu ihrem eigenen Leben erzählt.

Werde ich definitiv schon bald wieder machen.

Hier nochmal ein Foto, das ich zeigen kann. Die anderen zeigen die Kinder zu deutlich und das möchte ich nicht tun. (Es waren natürlich viel mehr Kinder, aber nur diese hier durften fotografiert werden)

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Vorlesetag 15.11.2019

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Regenhut – Pfütze – verzeihen – lausig – orange

Das sind die Reizwörter für unsere neuen Geschichten. Meine lest ihr hier, die meiner beiden Mitstreiterinnen bitte anklicken:

Von-Herz-zu-Herz Geschichten von Martina

Lores Märchenzauber

Oma Bettys neuer Hut

Lausig kalt war es heute und zu allem Überfluss war für den Nachmittag Regen angesagt. So ein Mist! Dabei hatte ich mich schon so auf den Besuch bei Oma Betty gefreut. Wir wollten einen Herbstspaziergang machen und anschließend im kleinen Café am Tierpark einen leckeren Kakao mit Marshmallows trinken. Das konnten wir nun wohl vergessen.
Ich rief Oma an, als ich aus der Schule zurückkam.
„Hallo Oma. Ich bin ganz traurig, wir wollten doch zum Tierpark!“, sagte ich.
„Ja und, was spricht dagegen?“, meinte Oma und mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. „Wir ziehen uns schön warm an und ich führe meinen neuen Regenhut aus!“, sagte Oma fröhlich.
„Klasse!“, rief ich ins Telefon. „Wann soll ich kommen?“
„Du weißt doch, erst mein Mittagsschläfchen, dann bin ich zu jeder Schandtat bereit!“
Mama bestand darauf, dass ich nach dem Essen meine Hausaufgaben erledigen sollte. „Dann hast du den Kopf frei und das tut gut!“, behauptete sie und ich fügte mich. Es war dann auch gar nicht schlimm, irgendwie machte mir die Aufgabe heute sogar Spaß, was nicht immer der Fall ist. Wir sollten alles aufschreiben, was wir am Morgen über den Kürbis gelernt hatten. Da ich gut aufgepasst hatte, fiel es mir nicht schwer und als ich dann zu meinem Text noch einen leuchtend orangen Kürbis dazu gemalt hatte, war ich happy. Die Zeit hatte ich völlig vergessen und als Mama in mein Zimmer kam und mich erinnerte, dass ich doch zu Oma wollte, musste ich mich sputen.
Mit dem dicken Pulli, den Oma mir gestrickt hatte, der wetterfesten Jacke und quietschbunten Socken in Gummistiefeln machte ich mich dann auf den Weg zu Oma. Ich sang fröhlich vor mich hin und ließ keine einzige Pfütze aus unterwegs. Ach, es machte so Spaß so richtig mit Schmackes hinein zu hüpfen. Dabei wurde es immer später, aber das würde Oma mir sicherlich verzeihen.
Dreimal hatte ich bereits an der Haustür geklingelt, doch Oma machte nicht auf. Also ging ich ums Haus herum und schaute im Garten nach Oma. Ich hatte sie schon einige Male gerufen, als sich plötzlich hinter dem Komposthaufen ein dicker Fliegenpilz in Bewegung setzte. Das gab’s doch gar nicht, zum einen nicht so dicke Fliegenpilze und schon gar keine, die laufen konnten. Ich wusste das und trotzdem fuhr mir der Schreck in die Glieder. Da, jetzt kam er auf mich zu. Ich wollte weglaufen, aber meine Beine konnten sich nicht rühren. Jetzt rief der dicke Pilz meinen Namen! „Hallo Mila!“, rief er und nochmal: „Hallo Mila!“
„Oh mein Gott! Fliegenpilze sind gefährlich, aber fressen sie auch Großmütter?“, schrie ich.
„Hä? Was ist denn das für eine Frage?“, sagte der Fliegenpilz und lachte laut.
Ich schwöre, dass ich erst in diesem Moment erkannte, dass da meine Oma vor mir stand, leibhaftig, mit ihrem neuen Regenhut – rot, mit weißen Tupfen. Sie trug ihre weiße Regenjacke und Gummistiefel. Den Hut hatte sie tief ins Gesicht gezogen.
Ich habe Oma nicht verraten, dass ich einen Moment lang richtig Angst gehabt hatte und dicker Fliegenpilz habe ich auch nicht zu ihr gesagt, ehrlich.

© Regina Meier zu Verl

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Morgen gibt es eine neue Reizwortgeschichte hier im Blog, aber heute bereite ich mich zuerst einmal auf den bundesweiten Vorlesetag vor, der morgen stattfindet.

Ich bin eingeladen, in einem hiesigen Kindergarten vorzulesen. Es gibt Geschichten vom kleinen Trecker, von Sumsinella und die ein oder andere Geschichte aus meinen Vogelgeschichten. Weihnachtliches ist ja erst nach dem Totensonntag angesagt (jedenfalls bei mir). Natürlich kommt auch meine Oma Betty zum Einsatz, diese Geschichten lese ich für die älteren Kinder vor.

Ich freu mich schon und werde anschließend ein wenig davon erzählen.

#bundesweiter Vorlesetag

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Eigentlich

wollte ich in diesem Jahr keinen öffentlichen Adventskalender schreiben. Ich habe für mein Enkelchen Nora einen ersten Adventskalender gemalt und nur wenige Worte dazu geschrieben, da sie ja erst knapp vier Monate alt ist und zwar den Klang unserer Stimmen liebt und bunte Bilder aufmerksam betrachtet, aber noch nicht so richtig verstehen kann, um was es geht. Im nächsten Jahr werde ich die kleinen Geschichten dazu dann erweitern und so hat sie gleich für mehrere Jahr einen Geschichtenadventskalender.

Nun ist es aber so, dass ich von verschiedenen Seiten angesprochen werde, welches Thema denn mein neuer Internetadventskalender haben wird und ich sehe, dass der Kalender „Weihnachten im Stall“ recht häufig angeklickt wird. Es rattert also in meinem Kopf: Soll ich, oder soll ich nicht? Ist die Zeit nicht zu knapp, schaffe ich das überhaupt noch, immerhin ist heute schon der 12. November.

Gestern war ich dann beim Zahnarzt, Kontrolle (alles okay, yippi yea) und Zahnreinigung – und auch dort die Frage: Bekommen wir wieder einen Adventskalender mit Geschichten?
Kann man da noch „nein“ sagen? Kann man, ich aber nicht deshalb geht es nun ab heute ans Werk. Irgendwelche Wünsche von Seiten meiner Leser? Themenvorschläge etc?

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Noras Türchen Nr. 12

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Ich hatte mir fest vorgenommen,

den Tag mit einem Reim zu starten.

Heut hab ich es nicht hinbekommen,

musste recht lange darauf warten,

dass meine Muse mich auch küsste,

sie war den ganzen Tag verschwunden.

Wenn ich doch jetzt nur endlich wüsste,

wo sie sich rumtrieb viele Stunden.

Ich gönn es ihr, lass sie in Ruhe

und hör dann jetzt auch auf zu dichten.

Ich steig in meine Wanderschuhe –

und widme mich ganz andren Pflichten.

(Frischluft tanken, Herbstduft erschnuppern,

Schritte zählen, Pläne machen etc. oder Kaffee trinken, Karten malen – siehe oben)

 

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