Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for April 2021

Schneeweißchen und Rosenrot

In unserer Viermädelsgruppe der Grundschule waren Heidi und Anke, die von unserer Lehrerin Schneeweißchen und Rosenrot genannt wurden, Marianne, die immer feine Schürzen über ihrer Kleidung trug und ich, die so langsam schrieb, weil ich die Buchstaben mit Hingabe auf Tafel und Papier malte. Oft wurde ich geneckt deswegen, das störte mich aber nicht. Wir verbrachten die Pausen miteinander, luden uns auch gegenseitig zu unseren Kindergeburtstagen ein.
Es machte Spaß, mit den Mädchen zu spielen und noch heute haben wir Kontakt. Ich finde das sehr bereichernd. Vor zwei Jahren trafen wir auch einige von den anderen bei unserer goldenen Konfirmation.

100 Wörter

Read Full Post »

Die ersten Schuljahre

Die evangelische Minderheit im katholischen Dorf spielte eine bedeutende Rolle, als wir Kinder waren. So haben wir nie einen Kindergarten besuchen dürfen, weil es sich bei dem einzigen in der Nähe um eine kirchliche, katholische Institution handelte. Da wir nicht wussten, was da passierte, haben wir auch nichts vermisst. Die kleine Schule für uns „Andersgläubige“ hat uns entschädigt, denn wir hatten dort die besten Lehrer überhaupt. Ich wage das zu behaupten, weil ich in meinem nun schon recht langen Leben niemals bessere getroffen habe. Die vier herrlichen Jahre in der Grundschule, damals sagte man noch Volksschule, haben mich nachhaltig geprägt.

100 Wörter

2017-08-02 16.01.40-2

Read Full Post »

News

Dass meine Geschichten nun im neuen Geschichtenblog zu finden sind, habt ihr ja längst gemerkt. Für mich war es aber immer noch schwierig, beiden Blogs eine Linie zu geben und jetzt habe ich eine Entscheidung getroffen. Hier, bei Klatschmohnrot, wird es nur noch Persönliches geben, also meine Lebensdrabbles und Tagebucheinträge, Dinge, die mich bewegen und umtreiben sozusagen.
Alle Geschichten wandern ab sofort rüber, seien es Reizwortgeschichten oder eben alle anderen, die mir so aus der Tastatur hüpfen.
Viele von euch folgen mir auch da schon, darüber freue ich mich sehr!

Also: Hier wird es sporadisch Einträge geben – drüben öfter, aber halt Geschichten und Gedichte!

Der Fasan wohnt neuerdings in unserem Garten, ich kann ihn beobachten, wenn ich am Schreibtisch sitze – habe ich eigentlich schon eine Geschichte über ihn geschrieben? Mal gucken!

Read Full Post »

Der Fabrikhof, unser Spielparadies

 

Wir hatten eine geräumige Werkswohnung. Einziges Manko war, dass wir die Toilette mit den Nachbarn teilten, samstags auch das Badezimmer, weil samstags gebadet wurde, an den Wochentagen wuschen wir uns. Es sei denn, wir hatten auf dem Fabrikhof gespielt, der einen schwarzen, sandigen Belag hatte und an trockenen Tagen staubte. Doch gerade dieser Fabrikhof war magisch, so viele Ecken gab es dort, in denen man sich verstecken konnte. Besonders beliebt war bei uns Kindern der Verbrennungsraum. Dort wurde Papier und Pappe gesammelt und dann später in einem alten Ofen verfeuert. Wir sammelten Papprollen von Nähgarn, damit konnte man prima basteln.

 

100 Wörter

 

Photo by cottonbro on Pexels.com

Read Full Post »

Waldkinder

Wir bauten Buden im Wald, suchten schöne Bäume, unter denen wir uns einrichteten. Wir polsterten die Böden mit Moos aus, saßen zu dritt oder viert in unseren Wald-Wohnzimmern und erzählten uns Geschichten. Ab und zu konnten wir zu Hause etwas Proviant stibitzen, mal war es eine Tüte Zwieback, deren Inhalt wir genüsslich verspeisten, oder wir suchten, wenn die Jahreszeit dafür da war, Brombeeren und kamen mit blauen Mäulern nach Hause. Wir hatten keine Angst vor Zecken oder Fuchsbandwürmern, obwohl es die damals doch auch schon gegeben haben muss, oder? Meine Freundin Anne hatte aber einmal einen Blutegel am Bauch. Igitt!

100 Wörter

pexels-photo-302804.jpeg

Photo by Pixabay on Pexels.com

Read Full Post »