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Archive for Februar 2021

Heilung, Glück, schmerzvoll, blau, entschieden
Das waren die Wörter, die in die heutige Geschichte eingebaut werden mussten.
Heute schreibt nur Lore mit, schaut also bitte auch in ihrem Blog
Lores Märchenzauber

Ein Bild für Tina

Mama arbeitet im Homeoffice. Maila weiß, dass sie nur im äußersten Notfall stören darf und so ein Notfall ist nun eingetreten. Puppe Tina ist aus ihrem Stühlchen gestürzt und hat sich verletzt. Wahrscheinlich ist ein Bein gebrochen, so wie bei Oma neulich und das war richtig schlimm. Dabei hatte Oma noch Glück gehabt und einen glatten Bruch erlitten. Schmerzvoll war es trotzdem gewesen. Bis zur Heilung muss Oma nun einen Gips tragen und mit Gehhilfen durchs Zimmer humpeln.
Maila klopft leise an die Wohnzimmertür. Mama sitzt am Schreibtisch und hat die Kopfhörer auf. Sie spricht mit einem Herrn, den Maila auf dem Bildschirm sehen kann. Vorsichtig schleicht sie sich an Mama heran und zupft an ihrem Ärmel.
Zuerst schaut Mama sie verärgert an, sieht dann aber, dass Maila todunglücklich schaut.
„Entschuldigen Sie, Herr Winter, ich glaube ich muss mich schnell um einen Notfall kümmern. Darf ich Sie in ein paar Minuten noch einmal anrufen?“, sagt sie und nimmt den Kopfhörer ab, nachdem Herr Winter den Daumen gehoben hatte, um sein Einverständnis anzuzeigen.
„Was ist den los, Schatz?“, fragt Mama und zieht Maila auf ihren Schoß.
„Meine Tina ist aus ihrem Stühlchen gefallen und hat sich verletzt, kannst du schnell kommen? Ich glaube, sie braucht einen Gips!“, erzählt Maila aufgeregt.
„Oh je, das tut mir leid!“, sagt Mama und geht mit Maila gemeinsam ins Kinderzimmer. Tina liegt auf dem Boden. Mama nimmt sie auf und wiegt sie in ihren Armen. Dabei summt sie leise. Dann legt sie die Puppe vorsichtig auf Mailas Bett und untersucht sie. Vorsichtig tastet sie Arme und Beine ab.
„Ich glaube, es ist nichts gebrochen, aber vielleicht wird sie morgen einen blauen Fleck haben, das könnte sein.“, sagt Mama. „Ich denke, wir werden ihr ein Pflaster aufs Bein kleben und ein wenig Gummibärchenmedizin geben, das hilft gut!“, schlägt sie vor.
Das findet Maila prima, denn auch sie bekommt Gummibärchen, sogar zwei mehr als Tina.
„So“ sagt Mama entschieden. „Nun lege Tina in dein Bett und male ihr ein schönes Bild. Ich gehe zurück zu Herrn Winter und dann habe ich gleich wieder Zeit für euch, okay?“
Maila ist einverstanden und während sie genüsslich ihre Gummibärchenmedizin lutscht, malt sie ein schönes Frühlingsbild für ihre Tina. Das hilft auch bei der Heilung, oder?

© Regina Meier zu Verl

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Eierkauf

Einmal wöchentlich gingen wir Kinder zu Frau H., die mit ihrem Mann, der bei uns Kindern ‚der mit den großen Füßen‘ hieß, einen Hof betrieb. Eigene Kinder hatten sie nicht, hatten aber einen Jungen angenommen. Der durfte uns ein Stückchen begleiten, wenn wir wieder nach Hause gingen. Die Eier wurden sorgfältig in unserem Korb verstaut, das Geld ging in die Spardose des Ziehsohnes. Wir durften nicht gehen, bevor wir ein großes Glas Milch getrunken hatten. Zum einen wurde die Küche, die direkt neben dem Stall lag, von unzähligen Fliegen bevölkert und die Milch war roh. Ich ekelte mich sehr davor.

100 Wörter

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10. Jahrestag

WordPress hat mich gerade darauf hingewiesen, dass ich heute vor 10 Jahren angefangen habe zu bloggen. Kinder, wie die Zeit vergeht, unglaublich! Allerdings hatte ich vorher schon Blogs bei Blog.de und auch ein Blogspot-Blog. Ich denke aber, dass ich jetzt hier bei wordpress bleiben werde, mir gefällt es hier ganz gut!

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Photo by cottonbro on Pexels.com

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etwas verspätet …

Das falsche Gesangbuch

Einen Kindergarten habe ich nie besucht, meine Geschwister auch nicht. Warum? Wir hatten das falsche Gesangbuch. Braucht man denn im Kindergarten ein Gesangbuch, könnte man sich jetzt fragen, aber ich bin sicher, dass der ein- oder andere diesen Ausspruch noch kennt. Es gab halt nur kirchliche Kindergärten in unserer Heimatstadt und die waren katholisch. Wir aber nicht und so sagte man unserer Mutter: Tut uns leid! Ich habe nichts vermisst, wusste ja nicht, wie das so ist, in einem Kindergarten und außerdem wurde ich später entschädigt, denn die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule war die beste Schule ever! Sagen meine Geschwister auch, isso!

100 Wörter

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Karneval – Clown – schminken – traurig – nachdenklich

Das sind die Reizwörter, die verarbeitet werden mussten.

Bitte lest auch bei meinen Kolleginnen: Martina und Lore

Dicke Clownstränen

„Heute bin ich einmal nicht ich!“, kündigt Oma an. Das klingt komisch, aber wenn man, wie ich, die Oma schon acht Jahre kennt, dann ist das nicht mehr komisch. Sie macht das ganz oft. Sie sagt diesen Satz und dann geht die Verwandlung los.

Die Geschichte ist umgezogen – KLICK

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Photo by Pixabay on Pexels.com

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Danke

… für eure vielen likes zu meinem Lebensdrabble gestern, ich freue mich darüber sehr. Besonders natürlich über die Kommentare, die ich gleich noch beantworten werde. Es macht mir viel Freude, diese drabbles zu verfassen und es schuppst mich immer wieder in die Kindheit zurück, von der es noch jede Menge zu erzählen gibt.

In mein Geschichtenblog ist heute die Geschichte von Feli, die eigentlich Felicitas heißt, eingezogen, vielleicht mögt ihr ja mal schauen. Auch in dieser Geschichte verbirgt sich eine Kindheitserinnerung:

Der Prinz mit den goldenen Haaren KLICK

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Leichenschau

Eine Oma aus der Nachbarschaft war gestorben. Früher wurden die Verstorbenen zu Hause aufgebahrt und blieben dann bis zur Beerdigung in den Familien. Meine Freundin Anne und ich hatten davon gehört, wir waren damals so ungefähr acht Jahre alt. Wir haben unsere Fahrräder genommen und sind zu dem Hof geradelt, um uns die tote Oma anzuschauen. Wir haben geklingelt, man ließ uns gucken. Mich hat es nachhaltig beeindruckt, wie friedlich sie da lag, mit gefalteten Händen und völlig entspannten Gesichtszügen. Mama hat sehr geschimpft, als wir heimkamen. „Sowas tut man nicht!“, hat sie gesagt. Also ich schon, ich tu sowas.

100 Wörter

 

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Tante Guste und der Bohnerwachs

Heute hatte ich einen seltsamen Geruch in der Nase. Ich habe ihn lange nicht wahrgenommen, Bohnerwachs.
Tante Guste bohnerte ihre Holzdielen früher. Sie war eine Nachbarin, die für uns drei Kinder eben viel mehr war als eine Nachbarin.
Ich sehe ihr Gesicht deutlich vor mir, ihr Lächeln, ihre weißen Haare, mit stets frischer Dauerwelle. Ich sehe ihre Hände und höre ihre Stimme.
Toll war es, wenn ich auf dem Bohnerbesen saß, während sie die Dielen polierte. Sie sagte, dass es deutlich besser geht, wenn ich draufsitze. Der Fußboden wurde viel blanker poliert und es roch im ganzen Haus nach Sauberkeit.

100 Wörter

#Lebensdrabble

Meine Mutter und ich beim Großelternbesuch in Bielefeld

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In meinem Adventskalender hatte ich ja mit den drabbles* wieder angefangen, das hat mir eine Menge Spaß gemacht und schon im Dezember habe ich beschlossen, dass ich diese „Lebensdrabbles“ weiterschreiben möchte. Es müsste zu schaffen sein, jede Woche ein drabble zu schreiben, so dass ich am Ende des Jahres zu den 24 Weihnachtskalenderdrabbles weitere 52 hinzufügen kann. Natürlich müssen die dann alle in eine chronologische Reihenfolge gebracht werden, aber darin sehe ich kein Problem. Ich habe mir heute schonmal einen Zeitstrahl auf meine Pinwand gemalt und daran hangele ich mich dann lang.

*ein drabble ist eine kleine, in sich geschlossene, Geschichte, die genau 100 Wörter (ohne Überschrift) haben muss. Ein drabble sollte eine Pointe haben und für sich allein stehen können.

Ich habe dann heute direkt angefangen und präsentiere dann ab morgen jeden Mittwoch mein Mittwochslebensdrabble – Tusch! 🙂

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Das erste Zwölftel des Jahres liegt bereits hinter uns. Ich hatte mir so fest vorgenommen, ein Jahresprojekt zu starten, hatte es dann aber doch wieder vergessen und heute dachte ich mir:
Viele Menschen hören zu Silvester auf zu rauchen, das fand ich immer schon blöd (weil viele dann am 3. Januar bereits ihren Vorsatz brechen) und habe im letzten Jahr am 1. Februar damit aufgehört und TäTä!!!! es hat geklappt. Ich bin seit einem Jahr rauchfrei. Damit habe ich mir selbst den allergrößten Gefallen getan, aber auch meinen Mitmenschen und das macht mich besonders stolz. Ganz ehrlich: ich vermisse es nicht, der Anfang war nicht so leicht, aber nach drei Monaten war ich sicher, dass es diesmal von Dauer sein würde.
Aber ich schweife ab, wollte eigentlich sagen: dass mein Jahresprojekt im Februar starten wird und dann halt bis zum nächsten Februar andauert – was es ist verrate ich erst morgen.
Allen einen schönen Abend!

2017-02-16-10-23-50

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