Mützenbommel, so oder so

Für eine Freundin habe ich eine Mütze gestrickt, die aber leider zu klein war. Aufribbeln wollte ich sie nicht, also habe ich Lukas anprobieren lassen und sie passte und gefiel ihm sogar, auch wenn sie rot ist.

„Oma, da muss aber ein Bommel drauf, ein blauer!“, meinte er und natürlich wollte ich ihm diesen Wunsch erfüllen. Nun hatte ich lange keine Bommel mehr gemacht und eine Schablone dafür hatte ich auch nicht. Also habe ich das Internet bemüht und nach Macharten für Bommel gesucht. Ich habe mich dann für die „Mützenbommel mit Klorollen Variante“ entschieden und es hat geklappt. Natürlich könnte ich das noch ein wenig optimieren und so zog ich meinen (Tischler)-Mann ins Boot. Der wird mir nun heute eine Schablone anfertigen, die ich immer wieder mal nutzen kann, denn Mützenbommel sind voll im Trend. (Die Fellvariante mag ich nicht – auch nicht, wenn es sich um Kunstfell handelt).

Die neue Schablone zeige ich euch, wenn sie fertig ist, hier erstmal die Mütze und zwei Klorollenbommel.

(Die Socken sind ein Geschenk für mein Patenkind und ihren Mann, letzte Woche gestrickt)

P.S. Die Kategorie FRÜHLINGSGESCHICHTEN füllt sich so nach und nach!

 

 

 

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Zack, weg ist er wieder – der Schnee

Gestern Abend hat es schön geschneit und es sah herrlich aus, der Garten unter einer weißen Decke. Heute morgen war schon wieder alles weg(geregnet). Das war ein sehr kurzes Vergnügen. Macht aber nichts, ich warte sowieso auf den Frühling. Geduldig!

Euch allen ein schönes Wochenende, macht es euch gemütlich und tut, was das Herz begehrt, mach ich auch!

Ein kleine Geschichte über Zauberseifenblasen hat ich heute geschrieben. Sie ist in unserem Winterblog zu finden KLICK HIER

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Enkelgeburtstag

Heute bin ich schon seit 11 Jahren Oma, heißt: Lukas hat Geburtstag. Wir feiern bei uns mit Kuchen und Süßigkeiten und Nudeln mit Hackfleischsoße, alles gewünscht vom Geburtstagskind!

Die Zeit fliegt nur so dahin, es ist kaum zu fassen – aber es ist schön und ich bin sehr glücklich (zumal heute noch ein positives Ergebnis der letzten Mammographie gekommen ist – ich bin also gesund!) Yeah!

Wenn ich ihm das gleich zeige, wird er sagen: „Guck mal Oma, da habe ich noch die alten Ohren“, er hatte nämlich später eine Korrektur OP und hat nun wunderschön anliegende Ohren.

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Aua

Gestern wurden mir in einer ambulanten OP drei Muttermale entfernt, eines am Knie, das zweite am Oberschenkel, das dritte am Oberarm, alle rechtsseitig. Die Op war nicht so schlimm, aber heute habe ich Schmerzen, besonders am Knie, wo das kleinste Pünktchen saß!

Also habe ich heute den Tag der Jogginghose, der eigentlich gestern war, verlegt auf heute und nenne es „Die Woche der Jogginghose“. Da kneift nichts und scheuert nichts, gut so!

Das Ergebnis bekomme ich erst in 14 Tagen, nämlich dann, wenn auch die Fäden gezogen werden. Ich gehe immer erstmal vom Besten aus und mache mir keine Sorgen. Wird schon gutgehen. Zufällig hat auch Oma Betty gerade einen solchen Eingriff hinter sich. Sie wird davon erzählen – morgen oder so!

 

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Schon wieder Freitag

Wo ist nur die Woche geblieben? Ich kann kaum fassen, dass schon wieder Freitag ist.
Es war aber auch eine sehr bewegte Woche, viele Termine mit langen Wartezeiten reihten sich aneinander und ich habe das Gefühl, kaum etwas geschafft zu haben. Das stimmt aber nicht, denn die erledigten Termine geben mit nun wieder Freiraum für Dinge, die mir Freude bringen – also: Alles ist gut!
Mein Sohn ist in der letzten Woche in ein neues Zuhause umgezogen, es wurde Zeit, denn mit drei Kindern und nur einem Kinderzimmer war die alte Wohnung einfach zu klein.
Jetzt hat jedes Enkelchen ein eigenes Zimmer und Lio sagte mir: Oma Gina, zuerst schläfst du aber bei mir!
Das werde ich natürlich machen, eins nach dem anderen, zuerst Lio, dann Maila und danach Djamila!
Lukas kommt ja lieber zu uns und schläft in der Besucherritze, er hört wohl Opa so gern schnarchen (mich auch, aber ich weigere mich, das zu glauben).
So, und jetzt kommt’s: Enkel „Fünf“ hat sich angekündigt. Oh, ich bin ein glücklicher Mensch und werde von allen Seiten beschenkt. Das Schöne daran ist, dass dieses Kind hier in unserem Haus aufwachsen wird. (Natürlich werde ich als Oma Zurückhaltung üben und mich nicht einmischen, wenn ich nicht darum gebeten werde. Aber ich mache mir da keine Sorgen, denn meine Tochter und ich sind sehr miteinander verbunden und ich spüre genau, wann ich mich zurückhalten muss und wann ich für sie da sein darf!)

Ihr seht – hier ist alles im grünen Bereich, grün mit rosa Wölkchen. Oh, ich bin ein glücklicher Mensch!

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Teddy Paul freut sich auch schon, er wird von allen Seiten beschmust!

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Oma Betty und das Karnevalskostüm

Oma Betty und das Karnevalskostüm

„Ach!“, stöhnt Oma Betty. „Ich mag mich eigentlich gar nicht verkleiden!“
Das kommt mir bekannt vor, denn es ist jedes Jahr das gleiche. Sie zetert und schimpft und dann macht es ihr doch Freude.
„Dann lass es doch einfach sein, geh als Oma Betty zum Karnevalsfest und gut isses!“, schlage ich vor.
„Das geht nicht, es herrscht Kostümzwang“, sagt sie und wirft ein knallbuntes Kleid zurück aufs Bett, nachdem sie es eingehend betrachtet hat.
„Es passt aber nicht zu dir, dass du dich zu etwas zwingen lässt!“, meine ich und grinse vor mich hin. Meine Oma weiß genau, was sie will und was sie nicht will. Auf jeden Fall will sie zum Fest gehen und deshalb wird sie sich verkleiden, wie immer.
„Na ja, das Wort Kostümzwang klingt vielleicht hart, ist aber nicht böse gemeint. Es geht ja darum, dass keiner aus der Rolle fällt und sich über die Verkleideten lustig macht!“, versucht sie mir zu erklären. Das will mir aber nicht einleuchten.
„Also amüsieren sich die, die nicht verkleidet sind über die Verkleideten und deshalb dürfen sie nicht rein? Ich dachte immer, dass es um Spaß geht! Und außerdem ist das unlogisch: die nicht Verkleideten fallen aus der Rolle? Aus welcher Rolle denn, ich dachte, dass man eine Rolle spielt, wenn man sich verkleidet, oder?“
Oma winkt ab. „Das verstehst du noch nicht!“, sagt sie.
Typisch, wenn sie nicht weiterweiß, dann kommt immer dieser Spruch. Ich finde den voll blöd, echt! Also sage ich nichts mehr dazu.
Oma setzt einen riesigen Hut auf, der mit bunten Federn geschmückt ist.
„Wie findest du den?“, fragt sie.
Ich bin verstimmt und habe keine Lust, ihr Modeberater zu sein, deshalb schweige ich lieber.
„Sprichst du nicht mehr mit mir?“, will sie wissen und ihre Stimme nimmt so einen Jammerton an.
„Doch, aber von Karneval und Kostümzwang verstehe ich nichts. Ich gehe in diesem Jahr als Oma Betty, das ist einfach!“
Oma lässt den Hut fallen und setzt sich aufs Bett.
„Erzähl, wie geht das?“, sagt sie. Der Jammerton ist weg, aber ihre Stimme ist gefährlich leise geworden, gleich wird sie mit den Lippen zittern.
„Ganz einfach: ich ziehe eine Jeans an, so wie du. Dann leihe ich mir einen Pulli von dir, vielleicht in Pink. Ich ziehe meine Augenbrauen nach, schminke meine Lippen und mache ein freundliches Gesicht – kurz: ich bin die schönste Oma der Welt!“
Oma Bettys Lippen zittern, aber nicht vor Ärger. In ihren Augen ist Hochwasser, gleich werden die Tränen kullern, so gerührt ist sie.
Vorsichtshalber drückt sie mich, damit ich ihre Tränen nicht sehen kann, dabei flüstert sie mir ins Ohr:
„Leihst du mir deine Baseball-Kappe? Ich werde eine Jeans tragen, ein Sweatshirt und deine Kappe und dann gehe ich als bester Enkel der Welt!“
„Check!“, sage ich und halte meine Hand hoch.
„Check!“, sagt sie und somit ist das Problem mit dem Kostüm erledigt.

© Regina Meier zu Verl

 

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Traurige Nachricht

Manchmal treffe ich noch König Drosselbart, ich glaube er ist Reporter bei der hiesigen Tageszeitung geworden. Mit ihm habe ich getanzt, als wir in der vierten Klasse das Stück: Mareili im Märchenland aufführten. Ich war das Dornröschen, trug ein rosa Nachthemd, auf das meine Mutter rote Krepprosen genäht hatte und meine roten Schuhe waren ungefähr zwei Nummern zu groß. Aus diesem Grund steckten wir Watte in die Spitze. Ich sollte mit dem König Drosselbart ein Tänzchen machen, machte ich auch, was gar nicht so leicht war mit den großen Schuhen. Drosselbart trug übrigens eine weiße lange Unterhose mit aufgenähten Goldbändern und einen roten Umhang.

Das ist ein Auszug aus meinen Kindheitserinnerungen. Heute entdeckte ich in unserer Tageszeitung eine Todesanzeige, mein König Drosselbart ist verstorben. Ich werde ihn nie vergessen, auch wenn wir keinen Kontakt mehr hatten in den letzten Jahren.

Er war im gleichen Alter wie ich und es macht mich doch sehr nachdenklich, dass sich die Abschiede häufen.

Alles Gute, wo auch immer du jetzt bist!

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Geplauder

 

 

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Euch allen ein frohes neues Jahr, Glück, Gesundheit und all das, was ihr selbst euch wünscht!

Wir haben das neue Jahr ruhig begrüßt, ohne Knallerei. Dem Feuerwerk der Nachbarn haben wir zugeschaut und gemütlich auf das Jahr angestoßen. Ein Jahr, das wieder viel Neues bringen wird und auf das ich mich freue. Besonders freue ich mich auf die Zeit mit den Enkelkindern, mit meiner Mutter, die im März 87 Jahre alt wird, auf Enkelchen „5“, das im Sommer geboren werden wird. Ich freue mich auf viele Geschichten und Gedichte, auf Lesungen und Begegnungen – auf viel Musik, ob selbstgemacht oder angehört, auf gute Bücher und auf vieles mehr.

Wie geht es weiter im Zimmer mit der blauen Tür?

Lisa, Jule und ihre Eltern sind nun umgezogen. Lisa hat das Zimmer bekommen, das sie sich gewünscht hat und dort wartete eine Überraschung auf sie. Welche? Das kann ich noch nicht verraten, denn ich habe beschlossen, den vorgestellten Anfang, der hier zu lesen ist, als Prolog zu nehmen und eine lange Geschichte draus zu machen. Ich habe auch schon weitergeschrieben und ich habe mir fest vorgenommen, ein Buch draus zu machen. Wenn es soweit ist, lasse ich es euch wissen! Bis dahin wird es noch viele Geschichten hier geben, da bin ich sicher.

Danke für Eure Besuche, die lieben Kommentare und Likes, die mich immer wieder motivieren!

 

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Gruß zum Jahresende

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Das Zimmer mit der blauen Tür Fortsetzung 3

 

Hier geht es los             Fortsetzung 1      Fortsetzung 2

3.

Abends hatten wir echt schon eine Menge geschafft. Hungrig und erschöpft saßen wir in der Küche, dem einzigen Raum, in dem noch fast alles an seinem Platz stand. Mama hatte uns ein leckeres Abendbrot gezaubert aus den Resten von Raclette am Silvesterabend. Wir aßen schweigend, irgendwie war jeder von uns mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.
Ich war gespannt, was es mit der Wahl des Zimmers auf sich hatte, konnte aber mit niemandem darüber reden. Papa dachte wohl darüber nach, was er nach dem Essen noch erledigen konnte und Mama stand die Panik im Gesicht.
„Die Küche muss dann morgen nach dem Frühstück ausgeräumt werden. Das wird noch viel Arbeit. Was für ein Glück, dass wir die Küchenmöbel nicht mitnehmen müssen. Die bleiben für den Nachmieter stehen!“, sagte sie und seufzte.
„Dann haben wir ja gar keine Küche mehr!“, jammerte Jule und brach in Tränen aus. „Was sollen wir denn dann essen? Müssen wir verhungern?“, fragte sie.
„Aber nein, Kind. Das müssen wir nicht. Oma hat doch eine schöne große Küche, die dürfen wir erstmal mitnutzen. Später bekommen wir dann eine eigene Küche. Das Haus hat ja viele Zimmer, da werden wir uns ganz schön einrichten und du bekommst sogar ein eigenes Zimmer für dich ganz allein!“, versprach Mama.
„Ihr werdet sehen wie toll es bei Oma ist!“, schwärmte Papa. Der musste es ja wissen, denn er war dort aufgewachsen. „Am schönsten ist es im Frühling und Sommer, denn der Garten ist ein Paradies. Es gibt dort noch Elfen, ich habe selbst mal eine gesehen!“, behauptete er. Jule machte große Augen, Elfen fand sie toll. Gerade hatte sie noch zu Weihnachten zwei neue Elfen für ihre Sammlung bekommen. Ich stand nicht so auf Märchen und hatte mir lieber einen Scooter gewünscht. Das ist so ein Roller, mit dem man Kunststücke machen kann, ihr wisst schon. Ich habe auch einen bekommen, dazu einen Sturzhelm und Knieschoner sowie Handschuhe, albern, aber wohl nicht zu ändern. Meine Eltern meinten, dass ich den Scooter nur benutzen darf, wenn ich dieses ganze Gedöns anziehe. Was bleibt mir übrig, vielleicht haben sie sogar recht.
„Und jetzt ab ins Bett!“, ordnete Mama an.
Der erste Tag des neuen Jahres war schon wieder vorbei und morgen, an Tag Zwei, würde ich mit Papa zu Oma fahren und hoffentlich endlich erfahren, was in „meinem“ Zimmer so besonders war.

Fortsetzung folgt
© Regina Meier zu Verl

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