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Posts Tagged ‘Oma und Enkel’

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Weiberfastnacht

 

„Ich lach mich kaputt!“ Oma Betty wedelt sich mit den Händen Luft ins Gesicht, damit die Lachtränen keine Chance haben. Doch es ist bereits zu spät. Dicke Krokodilstränen kullern aus ihren Augen und zerstören eine halbe Stunde sorgfältiges Arbeiten vor dem Spiegel.
„Ausgerechnet heute …“, kräht Oma Betty. „Wo doch der Bürgermeister …“ Sie bricht ab und rennt ins Badezimmer, kommt aber gleich darauf mit dem Zehnfach-Vergrößerungsspiegel zurück. Fassungslos betrachtet sie ihr Spiegelbild und dann geht es wieder los, zuerst ein Glucksen nur, das aber schwallartig zu einem Lachanfall besonderer Güte wird.
„Was ist mit dem Bürgermeister?“, will ich nun wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, was der damit zu tun haben könnte, dass Oma so aus der Fassung gerät.
„Er hat mich eingeladen!“, seufzt Oma und schlagartig verändert sich das Lachen und weicht einem Schluchzen.
„Was ist daran so lustig?“, frage ich vorsichtig und tätschele ihren Oberarm, um sie zu beruhigen.
„Nichts!“, stottert Oma. Sie nimmt ein Tempotuch und versucht die schwarzen Streifen, die ihr gepudertes Gesicht zieren wegzuputzen. Wenn ich das richtig beurteilen kann, macht sie es dadurch noch schlimmer. Mittlerweile ist ihr Gesicht gerötet. Wieder und wieder spuckt sie auf das Tuch und putzt und reibt verzweifelt.
„So soll der mich nicht sehen!“, jammert sie und wirft das Tempotuch in die Ecke. „So nicht!“
Das verstehe ich. So würde ich mich auch nicht gern sehen lassen. Ich frage mich nur, warum sie diesen Aufwand betreibt. Also frage ich mal nach:
„Oma, warum bleibst du nicht einfach so wie du bist. Ich finde dich voll okay!“, sage ich und warte ab.
„Meinst du?“, sagt sie zögernd und versucht, ihrem Spiegelbild zuzulächeln. In zehnfacher Vergrößerung sieht das wohl besonders lustig aus, denn prompt lacht sie wieder los.
Ich kann mich nun auch nicht mehr zusammenreißen und dann lachen wir beide Tränen.
Als wir uns beide wieder beruhigt haben holt Oma einen Waschlappen und wischt die Reste ihrer Malaktion ab. Der Lappen ist braun-schwarz-blau, igitt.
„Ich geh einfach nicht hin!“, sagt Oma. „Da kommen genügend andere, außerdem kennt er mich gar nicht!“
„Wer?“
„Der Bürgermeister!“
„Dann iss ja gut!“, meine ich und insgeheim bin ich froh, dass sie zu Hause bleibt. Ich habe nämlich heute frei. Ist ja Weiberfastnacht und zum Bürgermeister muss ich auch nicht, der hat nämlich die Frauen eingeladen – alle. Und ich bin nun mal ein Mann, ein kleiner, aber immerhin!

Worüber Oma anfangs so gelacht hat, das habe ich noch nicht rausbekommen. Ich bleibe aber am Ball, versprochen.

 

© Regina Meier zu Verl

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„Oma, warum machst du das?“, fragt mich mein Enkel, als er in mein Zimmer kommt und mich dabei erwischt, wie ich mir selbst eine Geschichte vorlese.
„Was meinst du?“
„Na, du kennst doch deine Geschichten schon alle. Warum liest du sie dir dann vor?“, will er wissen.
„Ich übe!“, erkläre ich.
„Aber warum? Du bist doch längst aus der Schule, musst du immer noch üben?“
Er staunt, für ihn sind Hausaufgaben ein Gräuel.
„Es macht mir Spaß und außerdem macht es mich sicherer, wenn ich anderen vorlese!“, mache ich noch einmal einen Erklärungsversuch.
„Ach so!“ Er überlegt. „Für mich liest du perfekt, ich finde nicht, dass du noch üben musst!“, behauptet er und das tut meiner Seele richtig gut. Trotzdem erwidere ich: „Perfekt bin ich ganz sicher nicht!“
„Do-hoch!“, sagt er ernst. „Du bist die perfekteste Regina, die ich kenne.“

Er kennt nur eine, aber das spielt keine Rolle. Ich lege mein Manuskript zur Seite und knuddel ihn, das kann ich ohne zu üben!

 

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Oma Betty und das Karnevalskostüm

„Ach!“, stöhnt Oma Betty. „Ich mag mich eigentlich gar nicht verkleiden!“
Das kommt mir bekannt vor, denn es ist jedes Jahr das gleiche. Sie zetert und schimpft und dann macht es ihr doch Freude.
„Dann lass es doch einfach sein, geh als Oma Betty zum Karnevalsfest und gut isses!“, schlage ich vor.
„Das geht nicht, es herrscht Kostümzwang“, sagt sie und wirft ein knallbuntes Kleid zurück aufs Bett, nachdem sie es eingehend betrachtet hat.
„Es passt aber nicht zu dir, dass du dich zu etwas zwingen lässt!“, meine ich und grinse vor mich hin. Meine Oma weiß genau, was sie will und was sie nicht will. Auf jeden Fall will sie zum Fest gehen und deshalb wird sie sich verkleiden, wie immer.
„Na ja, das Wort Kostümzwang klingt vielleicht hart, ist aber nicht böse gemeint. Es geht ja darum, dass keiner aus der Rolle fällt und sich über die Verkleideten lustig macht!“, versucht sie mir zu erklären. Das will mir aber nicht einleuchten.
„Also amüsieren sich die, die nicht verkleidet sind über die Verkleideten und deshalb dürfen sie nicht rein? Ich dachte immer, dass es um Spaß geht! Und außerdem ist das unlogisch: die nicht Verkleideten fallen aus der Rolle? Aus welcher Rolle denn, ich dachte, dass man eine Rolle spielt, wenn man sich verkleidet, oder?“
Oma winkt ab. „Das verstehst du noch nicht!“, sagt sie.
Typisch, wenn sie nicht weiterweiß, dann kommt immer dieser Spruch. Ich finde den voll blöd, echt! Also sage ich nichts mehr dazu.
Oma setzt einen riesigen Hut auf, der mit bunten Federn geschmückt ist.
„Wie findest du den?“, fragt sie.
Ich bin verstimmt und habe keine Lust, ihr Modeberater zu sein, deshalb schweige ich lieber.
„Sprichst du nicht mehr mit mir?“, will sie wissen und ihre Stimme nimmt so einen Jammerton an.
„Doch, aber von Karneval und Kostümzwang verstehe ich nichts. Ich gehe in diesem Jahr als Oma Betty, das ist einfach!“
Oma lässt den Hut fallen und setzt sich aufs Bett.
„Erzähl, wie geht das?“, sagt sie. Der Jammerton ist weg, aber ihre Stimme ist gefährlich leise geworden, gleich wird sie mit den Lippen zittern.
„Ganz einfach: ich ziehe eine Jeans an, so wie du. Dann leihe ich mir einen Pulli von dir, vielleicht in Pink. Ich ziehe meine Augenbrauen nach, schminke meine Lippen und mache ein freundliches Gesicht – kurz: ich bin die schönste Oma der Welt!“
Oma Bettys Lippen zittern, aber nicht vor Ärger. In ihren Augen ist Hochwasser, gleich werden die Tränen kullern, so gerührt ist sie.
Vorsichtshalber drückt sie mich, damit ich ihre Tränen nicht sehen kann, dabei flüstert sie mir ins Ohr:
„Leihst du mir deine Baseball-Kappe? Ich werde eine Jeans tragen, ein Sweatshirt und deine Kappe und dann gehe ich als bester Enkel der Welt!“
„Check!“, sage ich und halte meine Hand hoch.
„Check!“, sagt sie und somit ist das Problem mit dem Kostüm erledigt.

© Regina Meier zu Verl

 

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Oma Betty regt sich auf

 

Wenn Oma Betty morgens ihre erste Tasse Kaffee getrunken hat, setzt sie die Lesebrille auf und macht sich über die Tageszeitung her.
Liest sie was Nettes, grinst sie, manchmal ärgert sie sich und ab und zu regt sie sich auf. Gestern zum Beispiel!
Ich dachte schon, dass etwas furchtbar Schlimmes passiert ist, noch furchtbarer als die schlechten Nachrichten, über die sich Oma sonst so ärgert. Sie wurde puterrot im Gesicht und atmete ganz schnell.
„Oma, was ist denn los?“, fragte ich vorsichtig, bekam aber keine Antwort. „Soll ich dir ein Glas Wasser holen?“, hakte ich nach, weil sie so heftig schnaufte.
„Wasser?“ Sie schrie es fast, ich bekam es so langsam mit der Angst zu tun.
„Wasser hilft nicht und Schnaps darf ich nicht, du weißt ja, mein Herz! Ich könnte jetzt aber einen gebrauchen!“ Oma nahm die Lesebrille ab, setzte sie wieder auf und las noch einmal das, was sie so aufregte.
„Das kann ja wohl nicht war sein!“, schimpfte sie. Dann hielt sie mir die Seite hin, die wohl Anlass für den Ärger war. Eine ganzseitige Werbeanzeige des Kaufhauses in der Nachbarstadt.
„Das machen die doch extra!“, schimpfte Oma Betty.
„Was denn? Ich verstehe nicht …“, warf ich ein, obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben hatte, gleich zu erkennen, was denn so schrecklich war.
„Na da!“ Oma klopfte mit der flachen Hand auf die Anzeige. Als ich noch immer nicht reagierte, nahm sie den Zeigefinger und tippte auf einen Topf. So langsam schwante mir, was passiert sein könnte.
„Dein neuer Slow-Cooker?“, fragte ich vorsichtig.
„Genau der! Eine Unverschämtheit ist das, ich sag’s ja, die machen das extra!“
„Aber was denn, Oma?“
„Die verkaufen doch das gleiche Modell für 49 Euro und ich habe letzte Woche 79 Euro bezahlt!“ Oma war jetzt den Tränen nah.
„Aber du hast ihn doch gar nicht dort gekauft, Oma!“
„Nein, habe ich nicht. Ich wollte den unbedingt haben und da bin ich zum Haushaltswarenladen bei uns gefahren, da gab es den für 79 Euro und die Verkäuferin sagte noch, dass es ein Sonderangebot sei!“
Mir fiel nichts ein, was Oma hätte trösten können, also blieb ich lieber still. Plötzlich sprang Oma auf und rannte in den Keller. Mit der Gebrauchsanweisung des neuen Topfes kam sie zurück in die Küche. Diese studierte sie dann ganz genau, las dann noch einmal die Anzeige und endlich entspannten sich ihre Züge.
„Ich nehme alles zurück!“, sagte sie leise.
„Warum?“, wollte ich nun wissen.
„Mein Slow-Cooker ist für fünf Liter ausgerichtet, der in der Anzeige nur für drei Liter!“ Sie strahlte.
„Oma?“
„Ja, was ist denn?“
„Sagst du nicht immer zu mir, dass ich erstmal ganz genau nachdenken soll, bevor ich jemanden beschuldige?“, fragte ich sie und freute mich, dass mir das gerade eingefallen war.
„Das ist ja ganz was anderes …“, sagte sie. „Aber …“
„Aber?“
„Aber du hast doch ein bisschen recht, nein, du hast hundertprozentig recht, entschuldige!“, sagte sie und die Entschuldigung habe ich natürlich angenommen. Auch Omas können sich mal vertun, nicht wahr?“

© Regina Meier zu Verl

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mai 038
Oma Betty und die Samenbomben

Manchmal hat Oma so richtige coole Ideen. Gerade letzte Woche haben wir beide etwas Spannendes gemacht, Bomben gebaut, Saatbomben. Kennt ihr das?

Oma hatte im Gartenmarkt Sämereien für Wildblumen gekauft und Lehmpulver. Wir haben dann zu Hause Gartenerde mit dem Lehmpulver und den Blumensamen vermischt und ordentlich nass gemacht. Das war beinahe so, wie beim Plätzchen backen vor Weihnachten. Viele kleine Kugeln haben wir aus dem Erde-Ton-Samenteig geformt Das war eine ganz schöne Mantscherei, aber es hat Spaß gemacht.

Die Samenbomben haben wir dann auf der Fensterbank zwei Tage trocknen lassen, durch das Lehmpulver wurden sie ganz hart. Dann kam der spannendste Teil der Aktion, das Verteilen der Bomben im Garten. Überall hin haben wir sie geworfen, waren ja schließlich Bomben. Nun sind wir gespannt, wann wir die ersten Blumen entdecken werden. Oma hat gesagt, dass das etwas dauern wird. Geduld ist nicht so meine Stärke, aber was soll’s, warten wir halt ab.

Einige Kugeln habe ich mir gesichert und mit in die Schule genommen. Dort habe ich sie ebenfalls in die Beete geworfen. Heimlich, damit mich keiner dabei erwischt. Ich weiß nämlich gar nicht, ob man das darf. Egal, alle werden sich wundern wenn dort demnächst überall Wildblumen blühen und die Bienen, die werden sich freuen. Das ist nämlich der Sinn der Sache. Manchmal kann Nützliches so viel Spaß machen, probiert es doch auch einmal aus.

Ich werde berichten, wann ich die erste Kornblume, Margerite, Kleeblüte oder Ringelblume im Garten entdeckt habe, versprochen!

© Regina Meier zu Verl

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Irgendwo da muss es sich aufgehalten haben, das Biest …

Oma Betty und das verflixte Biest

Ich lag gerade so schön mit Opa auf dem Sofa, als plötzlich ein lauter Schrei aus dem Badezimmer zu hören war.
„Ach herrjemine!“, rief Opa. „Oma Betty!“ Er sprang so schnell auf, dass sein Weinglas auf dem Tisch umkippte. Dann rannte er ins Bad, ich hinterher.
„Betty, was ist passiert?“, fragte er durch die geschlossene Tür. Ich wäre ja sofort reingegangen, aber Opa ist eben höflich. Er stört nicht, wenn eine Dame duscht.
„Mich hat eine erwischt!“, kreischte Oma. „Kommt rein, ihr müsst gucken!“
„Wer hat dich erwischt?“, fragte ich aufgeregt. Es konnte doch gar niemand reingekommen sein.
Vorsichtig öffnete Opa die Tür. Oma hatte sich ein großes Badehandtuch umgelegt und sie machte ein sehr verschrecktes Gesicht.
„Hier!“, sagte sie und stellte ihr Bein auf den Badewannenrand.
„Ich sehe nichts!“, sagte Opa. „Philip, hol bitte schnell meine Brille!“
Das war ja mal wieder typisch. Immer wenn es spannend wurde, dann schickte man mich weg. Ich sauste so schnell ich konnte ins Wohnzimmer und hastete dann mit der gewünschten Brille wieder ins Bad.
„Dann lass mich mal gucken!“ Opa setzte die Brille auf und nickte. „Stimmt, da hat dich eine angefallen!“, sagte er. Angefallen? „Ich will auch mal sehen!“, rief ich und schaute mir Omas Oberschenkel genauer an. Dann sah ich sie, eine dicke Zecke hatte sich dort festgebissen. Die hätte Opa nun auch ohne Brille erkennen können. Also wirklich.

„Und jetzt?“, fragte ich. „Müssen wir ins Krankenhaus?“
„Quatsch mit Soße!“, lachte Opa. „Hol den Zeckenhaken, der liegt auf dem Schrank neben dem Hundekörbchen.
Als ich zurückkam, erfolgte die Operation „Zecke“ umgehend. Konzentriert setzte Opa den Haken an und zog. Oma hatte wohl die Luft angehalten, sie war schon ganz weiß im Gesicht. Der Zeckenhaken rutschte ab und die Zecke steckte noch immer in Omas Bein.
„Dieses verflixte Biest!“, kreischte Oma. Opa versuchte es erneut. Es funktionierte, das Tier war raus. Es zappelte noch mit den Beinen und wie es aussah, war es noch vollständig. Das war gut, denn wenn noch etwas in Omas Bein geblieben wäre, das wäre schlecht gewesen.
Oma atmete nun wieder, sie war froh, dass sie den kleinen Vampir los war.
„Ich desinfiziere das ein bisschen und dann ist alles wieder gut!“, sagte sie und schickte uns wieder ins Wohnzimmer zurück. Opa ließ schnell das Weinglas verschwinden, das beim Umkippen kaputt gegangen war und ich wischte die Weinflecken weg, so gut es ging.
Jetzt könnte man meinen, es sei alles gut ausgegangen – stimmt leider nicht. Am nächsten Morgen war Omas Bein geschwollen und es tat ihr weh.
„Morgen gehe ich zum Arzt!“, beschloss sie. Es war ja Sonntag und in die Notaufnahme wollte sie nun auch nicht.
Am Montagmorgen war die Schwellung noch gewachsen, in der Mitte war ein roter Flatschen und außen rum war es weiß und geschwollen. Eine Wanderröte nennt sich das. Hat der Arzt Oma erklärt und ihr eine Medizin verschrieben, die sie nun 21 Tage lang einnehmen muss. Oma gefällt das nicht, aber sie fügt sich und sie schimpft auf diese verflixten Biester jeden Tags aufs Neue. Kann ich verstehen, ihr auch?

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty malt Bäume

 

„Hast du heute Zeit für mich?“, fragt Oma Betty am Telefon. „Ich möchte gern mit dir zum See fahren und die Malsachen mitnehmen!“
Mein Herz hüpft vor Freude, so gern fahre ich mit Oma zum See. Das ist fast schöner als Kino mit Cola und Popcorn, aber nur fast. Anders eben!
„Fährt Opa auch mit?“, will ich wissen, denn ich habe meinen Opa schon ein paar Tage nicht gesehen.
„Nein, du weißt doch, seit Opa Rentner ist, hat er so viel Arbeit, dass er es kaum schaffen kann!“ Oma lacht. Wie immer, wenn sie über Opas Rentnerdasein spricht. Es stimmt auch, Opa ist ständig unterwegs, aber Oma sagt, dass ihm das guttut und deshalb meckert sie auch nicht.
„Ich frage Mama!“, verspreche ich Oma und sage, dass ich sie anrufen werde, wenn ich mit Mama gesprochen habe.
Mama ist im Garten, sie pflanzt Salat, Mila hilft ihr dabei.
„Darf ich mit Oma zum See fahren? Wir wollen malen!“, frage ich und im gleichen Moment weiß ich, dass ich einen Fehler gemacht habe.
„Mila will auch mit!“, plärrt meine Schwester da auch schon und lässt die Schaufel fallen.
Das hat mir gerade noch gefehlt.
„Aber Mila, du willst mich doch wohl nicht allein die ganze Arbeit machen lassen!“, sagt Mama und ich bin ihr unendlich dankbar.
„Ich will aber mit!“ Mila stampft mit dem Fuß auf und schon rollen die Tränen über ihr schmutziges Gesicht, das gibt lustige Streifen. Trotzdem ist mir nicht zum Lachen. Ich bin aber auch blöd! Ich hätte wissen müssen, dass ich Mama besser heimlich gefragt hätte.
„Am See ist es viel zu langweilig für dich!“, versuche ich die Situation zu retten. In diesem Moment naht Hilfe in Form von Opa Werner.
„Moin“, ruft er fröhlich. Opa sagt immer „Moin“, selbst am Abend noch. Er liebt nämlich die Nordsee und die Menschen dort, und die sagen auch alle „Moin“.
„Ich wollte mir mal ein Kind ausleihen, am liebsten die Mila!“, sagt er grinsend und zwinkert mir zu.
Verdutzt schaut Mila ihn an. Was soll das nun bedeuten?
„Was hast du denn vor, Vater?“, will Mama wissen.
„Ich habe doch einen Bollerwagen gebaut, der muss nun unbedingt ausprobiert werden. Mila, magst du mein erster Fahrgast sein? Wir könnten in Richtung Eisdiele fahren!“, verkündet er.
Sofort versiegen die Tränen.
„Aber du musst dich zuerst waschen, Kind. So schwarz wie du bist, nehme ich dich nicht mit!“ Opa lacht und zwinkert schon wieder.
„Und du …“, sagt Mama, „kannst Oma anrufen und sagen, dass du mitdarfst!“
Ich mache einen Freudensprung und nehme meine kleine Schwester an die Hand. „Komm, Mila, wir machen uns chic!“, sage ich und dann verschwinde ich mit ihr im Badezimmer. Sie lässt sich ohne Murren das Gesicht waschen und schrubbt ihr Hände mit Seife. Dann packe ich meinen Farbkasten und einen Block ein. Dann mache mich auf den Weg zu Oma.

Wir fahren mit dem Fahrrad zum See. Einen schönen Platz haben wir bald gefunden. Eine halbe Stunde später ist mein erstes Bild fertig, es ist super gelungen, finde ich.
Oma malt Bäume, Oma malt immer Bäume. Es gibt genug davon hier am Ufer, sie spiegeln sich im Wasser. Auf Omas Bild kann man das schön erkennen. So gut kann ich das noch nicht, aber Übung macht den Meister!
„Rate, was ich in meiner Kühlbox habe!“, sagt Oma. Ich wünsche mir, dass es ein Eis ist und was soll ich sagen? Manche Wünsche gehen sofort in Erfüllung, Oma Betty ist eben die Beste und gleich danach kommt Opa Werner. Echt!

 
© Regina Meier zu Verl

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2017-01-06-09-53-22
Oma Bettys Liste und die gemixten Socken

 

Meine Oma Betty schreibt Listen. Immer wieder neue Listen! Darauf hält sie fest, was zu tun ist, deshalb nennt man diese Listen auch „To-Do-Listen“. Das ist Englisch und da ich schon ein wenig Englisch kann, verstehe ich das sogar.
„Oma, was ist das für eine Liste?“, frage ich, als Oma gerade wieder einen Eintrag macht.
„Das ist mein Einkaufszettel!“, sagt sie und grinst. Ich weiß warum. Sie schreibt nämlich immer Einkaufszettel und die vergisst sie dann zu Hause. Sie behauptet, dass sie, wenn sie es einmal aufgeschrieben hat, nichts vergisst, weil das geschriebene Wort Macht hat.
„Schreib noch Gummibärchen dazu!“, fordere ich sie auf und hoffe auf diese Macht, die ihr befiehlt, die Süßigkeit für mich einzukaufen. Oma grinst schon wieder.
„Das weiß ich so, ich kauf immer Gummibärchen, das weißt du doch!“
„Stimmt!“, sage ich und mache noch einen Versuch. „Dann schreib doch bitte zwei Paar Socken mit auf, ein Paar in Neongrün, das andere in Zitronengelb!“
„Du bist unverschämt, warum gleich zwei Paar? Reicht nicht erstmal eines?“, will sie wissen und ich erkläre ihr, dass ich die Paare mixe.
„Mixen? Wie jetzt?“ Oma hat deutliche Fragezeichen in den Augen.
„Na, mixen eben. Das ist megacool, ich trage rechts eine grüne Socke und links eine gelbe, das ist heutzutage angesagt!“ Ich ziehe beide Hosenbeine meiner Jeans ein wenig hoch, damit Oma meine Socken betrachten kann. Heute trage ich links eine blaugeringelte und rechts eine rote Socke mit quietschgelben Tupfen.
„Ich werde verrückt!“, sagt Oma, aber das sagt sie oft und bis jetzt ist noch nichts passiert, sie ist ganz normal, glaube ich jedenfalls.
„Warum denn, Oma? Das ist voll der Trend, haste das noch nicht gehört?“, will ich wissen, denn in meiner Klasse tragen alle Kinder gemixte Socken. „Die rotgetupfte habe ich übrigens von Linda bekommen, im Tausch gegen die blaugeringelte!“ Ich zeige auf meinen linken Fuß.
Oma verzieht angewidert das Gesicht.
„Igittigitt, Socken tauschen und dann noch mit fremden Leuten?“
„Linda ist meine Freundin und sie ist gar nicht fremd!“, antworte ich ihr verärgert. Manchmal ist Oma komisch, vielleicht doch ein bisschen verrückt. Aber das denke ich nur und ich schäme mich auch gleich für meinen Gedanken.

Als Oma später vom Einkaufen zurückkommt, hat sie mir tatsächlich zwei Paar Socken mitgebracht.
„Eines für dich und eines für Linda, kannst ja vorher mixen!“, sagt sie und fügt hinzu: „Aber nur unter einer Bedingung!“
„Welche?“
„Du tauschst nie wieder getragene Socken ein, ich meine so von Fuß zu Fuß!“
„Okay!“, verspreche ich und halte die Hand hoch. „High five!“, sage ich und Oma klatscht ab.
Und was für Listen sonst noch schreibt, das erzähle ich beim nächsten Mal.

© Regina Meier zu Verl

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Oma Betty, der Ausflug und Frau Weidewe

Manchmal macht Oma Betty mit uns Enkelkindern einen Ausflug. Mila und ich thronen dann hinten in unseren Kindersitzen und vorn sitzt Oma Betty am Steuer. Frau Weißdenweg hat neuerdings ihren Platz auf dem Armaturenbrett.
Eigentlich war Oma der Ansicht, dass sie so ein Ding nicht braucht und da ihr der Name „Navi“ nicht so gefällt, hat sie es eben umgetauft. Die Stimme ist weiblich, also Frau Weißdenweg oder kurz Weidewe
Papa hat zum Geburtstag ein neues Navi bekommen und er hat Oma Betty sein altes geschenkt.
„Also gut!“, hat Oma gesagt. „Ich kenne den Weg zwar immer, aber wer weiß, wofür es gut ist!“ Man muss dazu sagen, dass Oma selten fremde Strecken fährt und auf ihren gewohnten Wegen weiß sie Bescheid.

Letzte Woche wollten wir zum Tierpark fahren.
„Da waren wir lange nicht!“, hat Oma gesagt und sich die Strecke dorthin schnell nochmal auf der Karte angesehen.
„Mutter, du hast doch das Navi!“, meinte Papa und er half ihr, die Adresse des Tierparks einzugeben.
„Jetzt kannst du dich einfach leiten lassen. Du wirst sehen, das funktioniert ganz wunderbar!“, sagte er noch. Man sollte meinen, dass er seine Mutter besser kennt. Auf jeden Fall besser und länger als ich und ich hatte so meine Zweifel, ob Oma tatsächlich auf Frau Weidewe hören würde.
Es ging schon beim Verlassen des Hofes los.
„Biegen Sie rechts ab!“, sagte Frau Weidewe.
„Nee, das ist ein Umweg!“, antwortete Oma Betty und fuhr nach links.
„Wenn möglich, bitte wenden!“, sagte das Navi, gleichbleibend freundlich.
„Mach ich nicht!“, schimpfte Oma. Die Dame im Navi fügte sich, denn eine Weile sagte sie gar nichts mehr.
„Gleich müssen wir rechts!“, erklärte uns Oma. Frau Weidewe wusste das auch.
„Biegen Sie nach zweihundert Metern rechts ab!“
„Sag ich doch!“, rief Oma begeistert.
„Folgen Sie dem Straßenverlauf etwa drei Kilometer!“, war die nächste Anweisung.
„Und woher soll ich wissen, wann die drei Kilometer erreicht sind?“, fragte Oma, bekam aber keine Antwort.
„Sind wir bald da?“, jammerte Mila. Ich suchte ein Bilderbuch aus meinem Rucksack, damit sie sich beschäftigen konnte und erklärte ihr, dass sie schön still sein müsse, damit Oma sich konzentrieren kann.
„So langsam könnte die mal wieder was sagen!“, meinte Oma. „Die drei Kilometer sind bestimmt schon erreicht!“
„Haste auf den Tacho geguckt?“, wollte ich wissen.
„Ich kann meine Augen ja nicht überall haben, schließlich muss ich …“, Oma brach den Satz ab, denn Frau Weidewe meldete sich zu Wort.
„Biegen Sie nach 200 Metern links ab!“, ordnete sie an.
„Links?“, schrie Oma. „Die spinnt doch!“
Ich hatte es doch geahnt, dass die Sache mit dem Navi keine so gute Idee war. Ich verhielt mich aber vorsichtshalber still. Mila quengelte schon wieder.
„Oma, ich muss mal!“, jammerte sie.
Natürlich war Oma geradeaus weitergefahren und nun kannte sie sich gar nicht mehr aus. Also setzte sie den Blinker und fuhr rechts ran.
„Wenn möglich, bitte wenden!“, sagte Frau Weidewe.
„Du kannst mich mal!“, rief Oma verärgert. Das hätte ich mal sagen sollen, das hätte ein Donnerwetter gegeben.
Oma stieg aus, befreite Mila aus ihrem Kindersitz und verschwand mit ihr hinter einem kleinen Busch. Sichtlich erleichtert kamen die beiden zurück, dann ging es weiter.
„Vielleicht solltest du doch zurückfahren und in die Straße einbiegen, die Frau Weidewe wollte!“, schlug ich vor.
„Ich schalte das Ding jetzt aus, bis jetzt bin ich immer noch überall angekommen, auch ohne diesen blöden Kasten!“, schimpfte Oma.
Irgendwann haben wir den Tierpark dann auch wirklich gefunden, nachdem wir in der Bäckerei nachgefragt hatten, wo wir Kinder ein Croissant bekamen. Als nächstes fuhr Oma an die Tankstelle und erkundigte sich nach dem Weg. Dort kaufte sie uns eine Limo und dann endlich erreichten wir den Tierpark. Ein bisschen komisch kam es uns vor, dass nicht ein einziges Auto auf dem Parkplatz stand, der normalerweise immer gut gefüllt ist.
„Wahrscheinlich haben die alle ein Navi und irren noch in der Gegend rum!“, meinte Oma. Leider war das aber nicht so, der Park hatte geschlossen. ‚Montags Ruhetag‘ stand auf dem Schild am Eingang.
„Mist!“, sagte Oma.
„Das war nun schon der zweite Fluch!“, bemerkte ich und Oma schlug erschrocken die Hand vor den Mund.
„Okay, dann hast du jetzt zwei gut!“, schlug sie vor.
„Kann ich die in Eis eintauschen, eins für Mila und eins für mich?“ Ich kicherte, als sie zustimmte. Ich habe meine Oma fest im Griff. Das Eis war übrigens lecker, superlecker!

© Regina Meier zu Verl

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2017-02-16-10-23-50
Tulpen für Oma Betty

Meine Oma Betty liebt Tulpen. Jedes Jahr im Herbst versteckt sie Tulpenzwiebeln im Garten und dann kann sie es kaum erwarten, dass der Frühling kommt.
„Das Schöne ist“, sagt Oma immer, „dass ich nicht weiß, wo ich sie versteckt habe. Die Überraschung ist dann viel größer!“
Das verstehe ich, denn mir geht das auch so, wenn ich unerwartet in meiner Hosentasche noch einen Euro finde, den ich völlig vergessen hatte.

Erst neulich ist es mir passiert, dass ich beim Aufräumen sogar einen Fünfeuroschein gefunden habe. War das eine Freude!
Nun war es so, dass mir dieser Schein praktisch in der Tasche brannte, ich meine, dass ich ihn unbedingt sofort ausgeben wollte. Ich habe hin und her überlegt, was ich damit anstellen könnte. Ich entschied mich dafür, für Oma Tulpen zu kaufen, im Supermarkt, da sind die nämlich ziemlich billig. Also holte ich mein Fahrrad aus der Garage und steuerte den nächsten Supermarkt an. Knapp zwei Euro kosteten zehn Tulpen. Ich rechnete nach, mir blieben noch drei Euro. Also kaufte ich auch für Mama zehn Tulpen und für den letzten Euro genehmigte ich mir ein Eis. Noch besser als das Eis schmeckte aber die Vorfreude, meinen beiden Lieblingsfrauen etwas zu schenken.
Die würden Augen machen!

Die beiden Tulpensträuße hatte ich auf den Gepäckträger geklemmt, da waren sie sicher verstaut. An der Fußgängerampel drückte ich auf den Knopf und wartete auf das grüne Männchen. Ich schaute noch kurz nach links und rechts, dann schob ich mein Fahrrad auf den Zebrastreifen. Plötzlich quietschten Bremsen, vor Schreck ließ ich mein Fahrrad fallen. Ein Mann stieg aus seinem Wagen.

„Junge, das war knapp!“, rief er. Ich konnte mich vor Schreck nicht bewegen, mir wurde übel und ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Moment spucken musste.
„Geht es dir gut, Junge?“, fragte der Mann. Er hob mein Fahrrad auf und legte den Arm um meine Schulter. „Komm!“, sagte er und schob mein Fahrrad und mich auf den Bürgersteig.
„Aber …“, stotterte ich, „aber es war doch grün!“
„Du hast recht, es war meine Schuld!“, sagte der Mann. „Ist alles in Ordnung mit dir?“, wollte er wissen. Dann fragte er mich, wo ich wohne. Ich nannte ihm die Adresse und meinen Namen und er gab mir eine Karte mit seinem Namen und seiner Adresse.
„Mir ist nichts passiert, alles gut!“, sagte ich.
„Warte hier, ich parke nur den Wagen, dann bringe ich dich nach Hause. Es ist ja nicht weit!“, schlug er vor. „Wir müssen ja noch nachschauen, ob mit deinem Rad alles okay ist.“

Als wir zu Hause angekommen waren, kam auch Papa gerade nach Hause. Er muss einen Riesenschrecken bekommen haben, denn er wurde ganz weiß im Gesicht, oder grün, ich weiß es nicht mehr so ganz genau.
„Ach du liebe Güte!“, rief Papa. „Was ist passiert?“
Der Mann, Herr Frisch, schilderte Papa kurz, was los war. Nachdem Papa erleichtert war, dass mir kein Haar gekrümmt wurde, nahmen die beiden Männer mein Fahrrad in Augenschein. Auch das war auf den ersten Blick okay, aber die Blumen! Jetzt kamen mir die Tränen. Die schönen Tulpen, die meisten Tulpenköpfe hatten wir wohl unterwegs schon verloren, denn nicht eine einzige Blüte war auf ihrem Stängel geblieben, alle waren abgeknickt.
„Die waren für Oma und Mama!“, heulte ich los und konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Fast finde ich das im Nachhinein etwas peinlich. Ein Junge heult nicht, schon gar nicht wegen ein paar abgeknickter Tulpen, oder doch?
Herr Frisch machte ein sehr betroffenes Gesicht, damit hatte er wohl nicht gerechnet.
„Ich mach das wieder gut!“, versprach er. Dann wandte er sich an Papa: „Ihr Sohn hat meine Karte, wenn noch etwas sein sollte mit dem Rad, melden Sie sich bei mir!“, sagte er und als Papa ihm sagte, dass sicher alles in Ordnung sei, zückte er einen Zehneuroschein und reichte ihn mir.
„Das ist für dich, ich melde mich aber noch!“

So richtig Freude hatte ich nicht an dem Geldschein. Ich befreite die Tulpensträuße von der Plastikfolie und warf den jämmerlichen Rest in die Biotonne. Dann wischte ich meine Tränen ab und ging in mein Zimmer. Mama war nicht zu Hause und zu Oma brauchte ich ja nun auch nicht fahren, ohne die Überraschung, die ich mir so schön ausgemalt hatte. Auch saß mir der Schreck noch ganz schön in den Gliedern.

Etwa eine halbe Stunde später schellte es an der Haustür.
„Gehst du aufmachen, Philip!“, rief Papa, der gerade eine Lasagne in den Backofen schob und zum Schutz für seine Kleidung Mamas rosa Rüschenschürze umgebunden hatte.
Vor der Haustür stand Herr Frisch mit zwei riesigen Tulpensträußen, so richtig schön vom Gärtner gebunden.
„Wow!“, rief ich aus. „Die sind aber schön!“
„Sie sind für deine Mama und Oma, weil ich doch mit meiner Vollbremsung deine schönen Tulpen ruiniert habe!“, sagte er und reichte mir die Blumen.
„Gibst du die für mich weiter, bitte? Und dann habe ich hier noch etwas für dich!“ Er drückte mir einen Umschlag in die Hand. „Ich hoffe, du magst Fußball! Das sind zwei Freikarten für das Spiel am Samstag!“

Das Wort Fußball trieb nun auch Papa aus der Küche, er vergaß sogar, die rosa Schürze abzulegen.
„Cool!“, sagte er und drückte Herrn Frisch die Hand. „Damit machen Sie uns eine große Freude, stimmt’s, Philip?“
Ich weiß, was sich gehört, deshalb sagte ich brav: „Ja, vielen Dank!“ Dabei kann ich Fußball eigentlich nicht leiden, aber da die Damen Blumen bekommen würden, sollte auch Papa seine Freude haben.
Es wurde dann ganz nett beim Spiel und gewonnen haben wir auch!
Mama und Oma Betty blieben zu Hause, sie konnten sich gar nicht sattsehen an ihren tollen Blumensträußen.

© Regina Meier zu Verl

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