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Posts Tagged ‘Lesung’

Im Rahmen der Verler Literaturtage besuchte ich gestern eine Lesung der Autorin Que Du Luu, die mit ihrer chinesischen Familie als kleines Kind aus Vietnam geflohen ist und in Herford aufwuchs.

Ca. 40 Besucher lauschten ihren Szenen aus dem neuen Buch „Im Jahr des Affen“, das im letzten Jahr im Köniskinder Verlag erschienen ist und die Geschichte von Mini erzählt, die ebenfalls nach ihrer Flucht in Herford gelandet ist.

Mini ist eine Banane – außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam.

Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat – und der Suche nach Glück.

Klappentext

Mit ruhiger, angenehmer Stimme trug die Autorin einige Szenen aus ihrem Buch vor, zwischendurch erzählte sie immer wieder frei von den Parallelen zu ihrem eigenen Leben und schilderte auch, bei welchen Gelegenheiten ihr die Ideen kamen, die sie dann im Buch umgesetzt hat. Z. B. eine lustige Szenen, in der Minis Vater und Onkel Wu ein Kaufhauscafé aufsuchen und die beiden Männer zum Frühstück unbedingt etwas Deftiges essen wollen. Die anderen Gäste des Cafés reagieren mit Tuscheleien. „Schau mal, die Chinesen, die essen schon zum Frühstück Schnitzel mit Pommes.“ Mini ist das peinlich, auch, dass die Männer sich so überaus laut unterhalten und die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen.

Wie ihre Protagonistin erlernte auch die Autorin die deutsche Sprache mühelos, da sie in einen deutschen Kindergarten gegangen ist, eine deutsche Schule besuchte, Abitur machte und in Bielefeld Germanistik (das zweite Fach ist mir gerade entfallen) studierte.

Die Verständigung mit den Eltern ist schwierig, weil diese nur wenig Deutsch sprechen und Que Du Luu zu wenig Chinesisch, um eine umfangreiche Unterhaltung zu führen. Sie können sich zwar unterhalten, aber es ist beinahe unmöglich, Gefühle auszudrücken.

Das ist nur mein erster Eindruck zu dem Buch, das ich mir dann gekauft habe und nun 2017-11-10 17.32.05lesen werde, um mehr zu erfahren über Minis Leben. Die Autorin hat mir das auch äußerlich sehr ansprechende Buch signiert und erlaubt, ein Foto zu machen.

Ich werde das Thema nach dem Lesen noch einmal aufnehmen.

Danke Que Du Luu, danke Bärbel für die Einladung zu dieser schönen Veranstaltung.

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