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Posts Tagged ‘Advent’

2013-10-08-20-31-52

Fynns Trecker

Fynn hat vor ein paar Tagen im Schaufenster des Spielzeugladens einen Trecker gesehen, an den er immerzu denken muss.
„Hätte ich doch so einen Traktor“, denkt er, „dann könnte ich Onkel Heiner auf dem Hof helfen.“
Man kann richtig drauf sitzen und es gibt sogar ein Güllefass und einen Ladewagen dazu. Fynn hilft oft seinem Onkel nach der Schule, aber mit einem eigenen Trecker könnte er viel mehr machen.
Am Nachmittag spricht er mit Mama und erklärt ihr, welche Vorteile es hätte, wenn er den Trecker bekommen würde.
„Wünsch ihn dir zu Weihnachten!“, schlägt sie vor und geht wieder an ihre Arbeit.
Papa werkelt in der Garage und hat grad gar keine Zeit. „Lass uns später drüber reden, oder wünsch ihn dir einfach vom Christkind!“ sagt er und krabbelt wieder unter das Auto.
„Erwachsene sind blöd und schieben es immer auf andere“, denkt Fynn und beißt sich auf die Unterlippe. Dann kommt ihm Oma in den Sinn. Die schickt ihn zu Onkel Heiner und der hat Zeit für Fynn. Er kocht sich einen Kaffee und für Fynn einen heißen Kakao und dann setzen sich die beiden Männer an den Küchentisch und beratschlagen, wie Fynn zu seinem Traktor kommen könnte.
„Stimmt schon, ich kann deine Hilfe gut gebrauchen, aber die Ernte ist eingefahren und die Felder sind gepflügt. Die Arbeit die jetzt im Winter anfällt, kann ich gut allein bewältigen. Allerdings ist im Frühjahr dann wieder dein Einsatz gefragt. Das bedeutet, dass es früh genug wäre, wenn dein Wünsch zu Weihnachten erfüllt würde. Ich spreche mal mit dem Christkind.“
Damit kann Fynn etwas anfangen. Endlich mal einer, der handeln will und ihn nicht auf später vertröstet. „Wie willst du das denn machen? Hast du die Telefonnummer?“, will er von Heiner wissen.
Der Onkel kratzt sich den Kopf und denkt lange nach, bevor er antwortet: „Wir schreiben eine Email, das müsste hinhauen!“
Fynn ist zufrieden. Heiner hat ihm einen Ausdruck von der Email gemacht. Darin steht:
Liebes Christkind,
mein fleißiger Gehilfe Fynn, von Müllers nebenan, der mir immer bei der Hofarbeit hilft, braucht einen Trecker – ganz dringend braucht er ihn. Kann man da was machen?
Um Antwort wird gebeten,
dein Heiner Finkebach aus Vorderstedt
Jeden Tag fragt Fynn nun bei Heiner nach, ob das Christkind schon geantwortet hat. Nach einer Woche ist es endlich soweit:
Lieber Heiner Finkebach,
deine Email ist angekommen, ich werde schauen, was ich machen kann. Grüße an den kleinen Fynn und fröhliche Weihnachten.
Das Christkind
Am Heiligabend ist Fynn gespannt auf seine Geschenke. Natürlich rechnet er damit, einen Trecker zu bekommen, doch als er die liebevoll verpackten Pakete sieht, ist keines dabei, das auch nur annähernd die Form seines Traktors hat. Fynn ist enttäuscht und mag gar nicht anfangen mit dem Auspacken.
Als es an der Tür schellt, bleibt er ganz einfach traurig sitzen und lässt Mama hingehen. Dann hört er im Flur Onkel Heiners Stimme.
„Das ist bei mir angekommen, wir hatten wohl vergessen, die richtige Adresse anzugeben und das Christkind hat diese Kiste bei mir abgestellt!“
Wie der Wind rennt Fynn in den Flur und springt dem Onkel Heiner auf den Arm, dann küsst er seine Mutter, rennt in die Stube und knuddelt den Papa.
Alle gemeinsam packen das große Geschenk aus und als der Trecker endlich vor ihm steht, weint Fynn vor Freude ein paar Tränen.
Dann setzt er sich den Trecker und fährt direkt in die Stube, beinahe wäre er der Katze über den Schwanz gefahren.
Dieses Weihnachtsfest wird Fynn nie vergessen und er freut sich schon auf die Arbeit auf dem Bauernhof. Das Christkind ist einfach klasse!
© Regina Meier zu Verl

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Sich besinnen und ausruhen, das gelingt in diesen Tagen nur dann, wenn man die Tür hinter sich schließt, eine Kerze anzündet, vielleicht ein wenig Musik hört und versucht, die Hektik nicht auf sich übergreifen zu lassen. Das ist manchmal nicht so leicht, denn alle hetzen und eilen. Dies, das und jenes muss unbedingt noch vor Weihnachten erledigt werden, so, als gäbe es kein Danach mehr.

Der Blick in die Einkaufswagen der Menschen lässt mich immer wieder staunen. Sie sind übervoll, gerade so, als sei der Notstand ausgerufen. Dabei ist das Weihnachtswochenende, vor allem in diesem Jahr, doch ein ganz normales Wochenende. Samstag und Sonntag, ein Tag länger nur der 2. Weihnachtstag. Danach ist schon alles wieder geöffnet. Man muss also nocht für Wochen im voraus einkaufen …

Geschenke gibt es bei uns nur noch fürs Enkelkind. Also auch da kein Stress. Warum nur ist mein Blutdruck trotzdem so hoch, warum habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal nicht ans Telefon gehe? Ich weiß es nicht.
Ich arbeite noch bis einschließlich Heiligabend und habe zwischen den Feiertagen nicht frei. Aber ich denke darüber nach, etwas zu verändern, um mehr Zeit zu haben für das, was ich wirklich gern tue. Der Gedanke ist noch nicht ganz ausgereift, aber langsam schmeckt er immer süßer, selbst wenn ich auf vieles verzichten muss, an das ich mich so gewöhnt hatte. Schaun wir mal, was draus wird.

Heute habe ich mittags Feierabend, danach ist Enkelnachmittag. Wir wollen mal wieder in die Bibliothek, ich gebe diesem Enkelwunsch gern nach.

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Advent

In den Rathausfenstern leuchteten gestern schon die Sterne, die Straßenbeleuchtung ist vorbereitet und morgen, am ersten Advent wird alles hell erstrahlen hier in der Stadt.
Ich habe noch keine Weihnachtsdeko, werde heute ein paar Tannenzweige ins Haus holen und schmücken, Fensterbeleuchtung gibt es keine, denn am Abend zünde ich Kerzen an, die brauchen keinen Strom und duften herrlich.

Die Weihnachtsbäckerei hat noch nicht stattgefunden und auch an diesem Wochenende wird es wohl noch nichts werden. Aber ich mache mir keinen Stress, die Vorräte verderben ja nicht – kommt Zeit, kommt Plätzchen …

Rathaus im Advent

Die Tradition, Maria und Josef an jedem Tag des Advents ein Stückchen näher zur Krippe zu bringen gefällt mir sehr. Zu Weihnachten machen sich dann die Hirten auf den Weg. Gestern entdeckte ich, dass sie sich schon bereit machen, das Wunder anzuschauen.
Gesehen ein einem Fenster des Heimathauses in Verl.

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