8. Dezember 2019

8. Dezember
Nachdem ich die Geschichte von Willi angehört hatte, dachte ich darüber nach, dass auch meine
Oma Betty eines Tages nicht mehr bei mir sein würde. Kein schöner Gedanke, aber so ist das Leben, irgendwann müssen wir uns verabschieden, auch wenn es noch so weh tut.
Aber ich will jetzt gar nichts Trauriges hier sagen, denn schließlich freuen wir uns auf Weihnachten und Oma Betty hat noch jede Menge zu erzählen. Ich bin gespannt, was heute passieren wird!
Ein Päckchen befand sich im Adventskalender, na dann!

Geteilte Freude ist doppelte Freude

In der Schule gibt es einen Adventskalender. Vierundzwanzig Kästchen hängen an einem dicken Seil direkt über der Tafel. Jeden Tag darf eines der Kinder ein Päckchen öffnen und nach dem Wochenende sind es sogar drei Schüler, die an der Reihe sind.
Die Reihenfolge wurde ausgelost. Gut ist, dass es in der zweiten Klasse genau 24 Kinder gibt, schlecht ist, dass Michel die 24 gezogen hat und das ärgert ihn, wo er doch so neugierig ist. Aber da hilft nichts, er muss sich gedulden, eine gute Übung.
„Dafür ist dann gleich danach Heiligabend!“, tröstet ihn Jenny, die schon am zweiten Tag dran ist. Sie hat gut reden, denkt Michel und zieht eine Schnute. Oh, wie süß Jenny das findet, wenn Michel eine Schnute zieht. Zum Verlieben süß, Jennys Herz macht lauter kleine Hüpfer.
„Du, Michel“, flüstert sie.
„Ja, was denn?“, fragt der und er ärgert sich immer noch und es ärgert ihn auch, dass Jenny gar nicht mit dem Thema aufhören will.
„Wir könnten tauschen!“, schlägt Jenny vor und plötzlich hüpft Michels Herz so komisch. Diese Jenny ist eine Wucht, er fand sie vom ersten Tag an super.
„Das würdest du für mich tun?“, fragt er und wird ein bisschen rot im Gesicht, das steht ihm gut.
„Klar!“ Jenny grinst, für Michel würde sie alles tun.
„Perfekt – aber dann musst du ja so lange warten, das wäre nicht nett von mir.“ Jenny drückt Michel ihre Nummer zwei in die Hand.
„Nun mach schon, gib mir deine Nummer, muss ja keiner merken, nicht wahr?“ Sie tauschen und als Michel am zweiten Tag sein Päckchen öffnet und darin zwei Dominosteine, zwei Zimtsterne und zwei supersaure Kaugummikugeln findet, teilen die beiden den Schatz und dann warten sie gemeinsam auf den Tag, an dem Michel sein Adventspäckchen erhält. Sie werden wieder teilen, das steht fest.
„Geteilte Freude ist doppelte Freude, oder so ähnlich!“, lacht Jenny am letzten Schultag vor Weihnachten.
„Bingo!“, sagt Michel und dann drückt er seiner Jenny einen dicken Schmatzer auf die Wange. Dann wird er wieder ein bisschen rot und das steht ihm wirklich sehr gut.

Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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