Enya und der Engel

Meine Gedanken zum gestrigen Post:

Was ist das schönste Geschenk, das du bekommen/verschenkt hast.

Spontan fiel mir einiges ein, über das ich schreiben könnte. Meine beiden schönsten Geschenke waren natürlich meine Kinder, Philip und Judith. Das Gefühl zu beschreiben, wenn man sein eigenes Kind in den Armen hält, würde viele Seiten füllen. Alles, was einem da so durch den Kopf geht, die Freude, das Glück aber auch die Ängste, die damit einhergehen sind beinahe unbeschreiblich. Diese große Geschenk setzt sich fort und da meine Kinder mittlerweile erwachsen sind, beschenken sie mich mit Enkelkindern – noch so ein Glück, das nicht in Worte zu fassen ist (jedenfalls nicht in wenige Worte). Ich bin dankbar, dass ich sie aufwachsen sehen darf, dass sie meine Liebe erwidern und mich fast täglich beschenken.

Ich habe mich dann aber entschieden, über ein anderes Geschenk zu schreiben, das ich einmal erhalten habe. Nie werde ich dieses Gefühl vergessen, ja, ich kann sagen, dass es mich noch heute mit Freude erfüllt. Das war so:

Enya, eine Schülerin, die ich schon kennengelernt habe, als sie noch in den Kindergarten ging, kam einmal wöchentlich zu mir zum Klavierunterricht. Es hat mir immer viel Freude gemacht, sie zu unterrichten (mittlerweile ist sie 17 Jahre alt und kommt noch immer zu mir). Wir verstanden uns prima, haben immer einen ganz besonderen Draht zueinander. Einmal, wir hatten gerade Weihnachtslieder geübt, um sie den Eltern in einer kleinen Feierstunde vorzuspielen, sagte sie zu mir:

„Regina, glaubst du an Engel?“, fragte Enya.

„Ja, ich glaube fest daran, dass die Engel uns beschützen“, ich musste über die Antwort nicht lange nachdenken, denn schon oft hatte ich gespürt, dass immer dann, wenn es mir mal nicht so gut ging, irgendwelche Mächte, nennen wir sie Engel, eine Lösung oder eine Besserung herbeiführten.

„Ich glaube das auch, ich weiß es sogar!“, behauptete Enya.

„Na ja, gesehen habe ich noch keinen Engel. Woher weißt du so genau, dass es sie gibt?“, wollte ich von ihr wissen.

„Es ist ganz einfach. Sie sind immer da und sie tun uns gut. Einer sitzt hier gerade neben mit auf der Klavierbank!“

Das war eines der schönsten Geschenke, die ich bekommen habe. Ein Geschenk, das nichts kostet, das man nicht aufessen kann, das sich nicht verbraucht sondern im Herzen bleibt – immer.

 

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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3 Antworten zu Enya und der Engel

  1. summerruby schreibt:

    Was für ein schönes Kompliment!

    Gefällt 1 Person

  2. Sunnybee schreibt:

    Liebe Regina,

    was für eine wunderschöne, berührende Geschichte! Herzlichen Dank für diesen persönlichen Beitrag zu meiner Blogparade! Ja, für andere ein „Engel“ sein zu können beschenkt einen selbst, der Meinung bin ich auch! Herzliche Grüße und bis bald wieder einmal!

    Sarah/„Sunnybee“

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Mein schönstes (immaterielles) Geschenk: Das Ergebnis meiner Blogparade – mutter-und-sohn.blog

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