Die Muse

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Die Muse

Schreib mir bitte ein Gedicht!
Auf Befehl kann ich das nicht,
denn wenn ich etwas schreiben muss,
brauch ich einen Musenkuss.

Ein Musenkuss, was ist denn das?
Ein Küsschen einfach, oder was?
Nein, einfach nicht – dann würd ich küssen
und nicht lang überlegen müssen.

Die Muse kann so vieles sein,
ein Geistesblitz bei Kerzenschein
oder ein wunderschöner Ort,
da findet sich das erste Wort.

Sie kann ein Mensch sein, auch ein Tier,
ein Baum, ein Blümchen, eine Tür,
Feuer, das im Ofen knistert
und dir Zauberworte flüstert.

Ein Quell, der durch das Erdreich springt,
ein Kind, das Kinderlieder singt,
Die Muse lässt sich nicht erzwingen,
und doch ruht sie in vielen Dingen.

Lausche, schaue, nimm dir Zeit,
mach dich für ihren Kuss bereit,
dann lass sie frei, mit etwas Glück
kehrt sie schon bald zu dir zurück.

© Regina Meier zu Verl

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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8 Antworten zu Die Muse

  1. Claudia schreibt:

    Hallo, liebe Regina,
    herrlich ist das Gedicht über den Musenkuss *schmunzel*
    Hab einen wunderschönen Sommersonnentag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥ … ich hoffe,es geht Dir gut!

    Gefällt 1 Person

  2. ahbblogger schreibt:

    Da brauch ich keinen Müßiggang, um es zu zu verstehen.
    Wunderbar.

    Gefällt mir

  3. Ein wirklich großartiges Gedicht ist dir damit gelungen!
    Sie lässt sich nicht erzwingen, wie wahr – und ich bin sehr froh,
    wenn sie auch mich hin und wieder küsst!
    LG Martina

    Gefällt 1 Person

  4. Anna-Lena schreibt:

    Liebe Regina,
    was für fluffige Zeilen!
    Die Muse hat ihren ganz eigenen Charakter.

    Herzlich
    Anna-Lena

    Gefällt 1 Person

  5. Christine R. schreibt:

    Liebe Regina,
    dieses Gedicht ist einfach zum Küssen – zum Musen-Küssen! Ich bewundere Dein Talent, Gedichte zu verfassen – mir liegt das leider überhaupt nicht!
    Ich wünsche Dir, dass Dich die Muse immer wieder küsst – wenn dabei solche tollen Sachen herauskommen …

    Liebe Grüße
    Christine

    Gefällt mir

  6. lifetellsstories schreibt:

    Genauso ist es, liebe Regina. Der Kuss der Muse lässt sich nicht erzwingen, er kommt ganz plötzlich und unvermittelt. Hat die Muse erst geküsst, dann fließen die Worte wie von selbst.
    Dem Gedicht nach zu urteilen, hat Dich die Muse geküsst,- sie liebt Dich und wird Dich noch oft küssen und darüber freue ich mich.
    Sei herzlich gegrüßt
    Astrid

    Gefällt 1 Person

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