30.11.2016 Ende des 30-tägigen Schreibprojektes

Das ist nun also die vorläufig letzte Folge von Claras Geschichte. 30 Tage lang habe ich jeweils ein kleines Stückchen davon gepostet und so den Schreibmonat November mit euch zusammen durchgeführt. Es sind keine 50.000 Wörter geworden, aber das war mir von Anfang an klar. Immerhin sind es aber bis heute 18.430 Wörter, es ist doch einiges zusammengekommen, wenn man bedenkt, dass ich nebenbei noch vier Geschichten und ein Gedicht geschrieben habe, eine Lesereise gemacht habe und alles, was sonst noch so auf dem Plan stand ebenfalls geschafft habe. Claras Geschichte wird weiterwachsen, ich habe noch so viele Ideen. Wenn sie fertig ist, lasse ich euch das wissen. Danke vielmals für eure Begleitung!

Hier geht es weiter:
Die beiden Elfen, deren Aufgabe es war auf das Mädchen aufzupassen, hatten vom Fenster aus das Treiben in Claras Zimmer beobachtet. Sie waren froh, dass Mama Gisela das Fenster einen Spalt geöffnet hatte, um frische Luft hereinzulassen.
„Wir müssen ihr helfen“, flüsterte Enya Rosenduft, die größere von den beiden zarten Wesen.
Aufgeregt bebten ihre duftigen Flügel. Auch die Freundin Nelli Himmelstreu war ihrer Meinung.
„Lass uns schnell zur alten Elli fliegen und etwas Balsam holen, damit Clara recht schnell wieder gesund wird.“
Die alte Elli war die Frau, die von den Leuten im Ort als Hexe bezeichnet wurde. Sie kannte sich in der Kräuterheilkunde aus wie keine zweite. Die Menschen, oder nur wenige von ihnen, wussten das nicht mehr zu schätzen.
Sie konnte, wie die kleine Clara auch, die Wesen des Waldes sehen und mit ihnen sprechen. Vor vielen Jahren war sie selbst nämlich bei Hilda und Hermann gewesen und hatte die Kräuterheilkunde erlernt. Doch nicht nur die Kräuter waren es, die bei Krankheiten halfen. Vor allem waren es die Selbstheilungskräfte, die sich nur entwickeln konnten, wenn ein Mensch im Einklang mit der Natur war und ein gutes Herz hatte. Davon war nicht nur die alte Elli überzeugt, denn immer wieder hatte sie erlebt, wie diese Dinge wirkten. Das heißt nicht, dass alles mithilfe eines guten Herzens und einiger Kräuter geheilt werden konnte, aber es gab viele Krankheiten, die man so heilen konnte.
Die Elfen trafen die alte Elli in ihrem Waldhäuschen an, die Eule hatte sie bereits besucht und davon erzählt, dass Clara krank war. Also hatte Elli sich schon an die Arbeit gemacht und eine Salbe hergestellt, die dem Kind Linderung und Heilung verschaffen sollte. Gerade, als Enya und Nelli bei ihr eintrafen, füllte sie ein wenig davon in ein Tiegelchen ab.
„Nehmt, ihr Elfen und tragt es zu der kleinen Clara. Reibt ein wenig davon an ihre Schläfen und ebenfalls nur wenig auf ihre Brust. Ihr werdet sehen, dass sich das Kind schnell erholen wird.“, sagte sie. Die Elfen dankten ihr und machten sich auch gleich wieder auf den Weg. Glücklicherweise war das Fenster noch immer geöffnet, so dass sie ungehindert wieder in Claras Zimmer gelangen konnten.
Vorsichtig rieben sie dem Kind die Schläfen ein, doch wie sollten sie es anstellen, auch ein wenig Salbe auf die Brust zu reiben, ohne Clara zu wecken?
„Das schaffen wir niemals“, sagte Enya verzweifelt. Doch ihre Freundin machte sich weniger Sorgen. „Sie kennt uns und wird nicht erschecken, wir sollten sie kurz aufwecken. Das schadet ihr sicher nicht!“ Vorsichtig zupfte sie an Claras Ohrläppchen und sofort war das Kind wach und schaute erstaunt auf die Elfen.
„Was macht ihr denn hier, oder träume ich?“, fragte sie. „Und was riecht denn hier so gut?“
Nelli kicherte. „Das ist die Salbe, die wir an deinen Schläfen gerieben haben und nun würden wir gern noch ein wenig davon auf deinen Brustkorb reiben, ist das in Ordnung, Clara? Du sollst doch schnell wieder gesund werden!“
Clara schlug die Decke zur Seite und zog das T-Shirt aus, Liebevoll massierten die Elfen die Salbe auf Brust und Rücken. Schnell zog clara sich wieder an und ließ sich in die Kissen sinken.
„Mmh, das duftet so gut!“, sagte sie noch und dann schlief sie umgehend wieder ein. Zufrieden verließen die beiden Elfen das Zimmer. Clara würde nun schlafen und sicher war schon morgen alles wieder gut.
Später kam die Mutter noch in Claras Zimmer und sah ihre Tochter glücklich lächelnd schlafen. Sie schloss das Fenster, drückte der Tochter behutsam einen Kuss auf die Stirn, schnupperte … und wunderte sich über den herrlichen Duft, der von Clara ausging. Nach Rosen duftete es, nach Veilchen und Lavendel, betörend. Mama Gisela konnte sich das zwar nicht erklären, aber mittlerweile nahm sie die Dinge so hin, wie sie waren. Ändern konnte sie sie ja doch nicht und außerdem erschien es immer eher hilfreich als gefährlich.

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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5 Antworten zu 30.11.2016 Ende des 30-tägigen Schreibprojektes

  1. lifetellsstories schreibt:

    Liebe Regina,
    ich möchte Dir an dieser Stelle nochmals sagen, dass ich Deine Clara- Geschichten sehr gerne gelesen habe und das kleine Mädchen in mein Herz geschlossen habe. Ich denke mit diesen Geschichten kannst Du viele Kinderherzen glücklich machen.
    Außerdem finde ich es toll, dass Du dieses 30-tägige Schreibprojekt so konsequent durchgeführt hast.
    Ich wünsche Dir einen schönen 2. Advent
    Astrid

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  2. Katrin - musikhai schreibt:

    Unglaublich, was du alles geschafft hast! Du bist eine echte Power-Frau!

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