23.11.2016

Eine schwere Aufgabe wartet auf Clara, ob sie es schaffen wird, diese zu lösen?

Teil 23
„Sag mal, kleiner Spatz, sind wir hier in meinem Traumwald, oder sind wir im richtigen Wald, wie bei mir zu Hause?“, fragte Clara plötzlich. Der Spatz legte sein Köpfchen auf die Seite und sah Clara verständnislos an.
„Wie meinst du das? Gibt es denn nicht nur einen Wald?“
Clara schüttelte den Kopf.
„Ach, Spatz, ich weiß das grad selbst nicht mehr. Aber eine andere Frage: Hast du schon öfter Menschen gesehen?“
„Ja sicher. Ständig sehe ich Menschen, manchmal kommen sie scharenweise in den Wald und machen eine Menge Lärm. Ab und zu sehe ich Jogger, die laufen einfach so durch die Gegend und meist haben sie Knöpfe im Ohr, seltsame Wesen sind das, aber wohl auch Menschen. Es gibt aber auch welche, die freuen sich an jedem Baum, an jedem Blümchen und an jedem Tier, das sind Menschen, die so sind wie du, kleine Clara.“
Jetzt wurde Clara bewusst, dass ihre Aufgaben im richtigen Wald stattfanden und Hilda und Hermann lebten ebenfalls im Wald, vielleicht war es sogar der, der hinter ihrem Garten anfing und sie selbst war den beiden immer schon ganz nah gewesen. Es gab gar keinen Traumwald, vielleicht veränderte er sich nur, wenn sie ihn im Schlaf besuchte. Das war nun alles ein wenig zu viel für Clara, sie war schon ganz durcheinander vor lauter Nachdenken. Trotzdem wusste sie auf einmal, wie das Problem gelöst werden könnte und das war so:
Wenn sie bei Tage in den Wald gehen würde, dann könnte sie den Müllhaufen finden und einfach alles in den großen hölzernen Bollerwagen packen, den der Papa für sie gebaut hatte. Dann würde sie den Unrat mit nach Hause nehmen, sortieren und in den Mülleimer stecken. Das war ganz einfach, sie konnte es nur nicht jetzt, in dieser Nacht erledigen.
„Passt auf, ihr Lieben. Wir machen es so. Morgen komme ich mit meinen Eltern und mit Oma hierher, dann bringen wir einen Bollerwagen mit und holen den schrecklichen Müllberg hier weg. Meine Eltern sind nett und Oma auch, sie werden es schon erlauben. Das ist die Lösung, dass ich da nicht früher dran gedacht habe.“
 
Den Spatzen gefiel dieser Vorschlag, endlich hatten sie jemanden gefunden, der sich kümmern würde und dass Clara ihr Versprechen halten würde, das wussten sie von Hilda und Hermann, die gute Freunde von ihnen waren.
Clara verabschiedete sich.
„Bis morgen, liebe Freunde!“
Der Spatz, der ihr den Weg gewiesen hatte, begleitete sie noch zurück zu ihrem Baum. Die Tür war weit geöffnet und Hermann und Hilda nahmen das Kind in Empfang.
„Gut gemacht, kleine Clara“, Hermann war mächtig stolz. Die Aufgabe war gelöst und wenn Clara morgen wieder bei den Eltern war, dann würde sie dafür sorgen, dass der Müllberg aus dem Wald verschwand.
„Nun leg dich schnell schlafen, Clara, du musst zurück in dein warmes Kuschelbett“, ordnete Hilda liebevoll an. Clara zog die Socken aus und die Strickjacke. Sie legte den Rucksack an, Hilda deckte sie noch zu und im Nu war Clara eingeschlafen und träumte sich zurück in ihr Bett. In ihrem Rucksack träumte noch jemand, Schnurrli!

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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