12.11.2016

Heute nur ein kleines Häppchen. Ich habe Besuch von meinem Enkelkind und eigentlich gar keine Zeit zum Schreiben. Ich wünsche allerseits einen schönen Samstagabend, wir kuscheln uns jetzt aufs Sofa und Lukas lernt Clara kennen … Vielleicht malen wir auch ihren Baum, oder die große Eule, mal sehen!

12. Teil

9. Kapitel

Die Mutter wollte gerade an die Tür klopfen, als diese von innen geöffnet wurde.
„Guten Morgen, Mama. Hast du gut geschlafen?“ Clara war schon angezogen und anscheinend allerbester Laune.
„Das habe ich, mein Kind. Und du? Hast du etwas Schönes geträumt?“
Clara strahlte, aber von ihrem Traum, der ja eigentlich gar kein Traum war, mochte sie der Mutter noch nichts erzählen. Sie hatte Angst, dass die Eltern die nächtlichen Ausflüge verbieten oder verhindern würden. Besser war, wenn es ihr Geheimnis blieb.
„Geträumt habe ich wohl, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern“, antwortete sie deshalb und hüpfte an ihrer Mutter vorbei die Treppe hinunter.
„Gibt es schon Frühstück?“, rief sie fröhlich. „Ich habe so einen Hunger, ich könnte einen ganzen Haselnusskuchen allein vertilgen!“
„Wie kommst du denn auf Haselnusskuchen, den hat es ja schon lange Zeit nicht mehr bei uns gegeben. Weißt du noch, dass Oma ihn ganz wunderbar backen kann?“, fragte die Mutter und wunderte sich immer mehr über ihre Tochter. Was war denn heute nur mit ihr los. Meist war sie morgens ganz schweigsam und essen mochte sie auch nicht am Morgen, so dass es immer wieder heftige Diskussionen deswegen gegeben hatte.
„Oh ja, die Oma. Die habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Kommt sie uns bald einmal besuchen?“
„Nein, sie ist schon alt und mag nicht mehr allein durch die Gegend reisen. Aber wir sollten sie bald besuchen. Ich werde gleich heute Abend einmal mit Papa darüber sprechen. Vielleicht kann er sich ein paar Tage freinehmen.“
Clara erschrak. Da hatte sie ja was angestellt. Sie wollte nicht verreisen, gerade jetzt, wo ihre nächtlichen Abenteuer begonnen hatten. Sie konnte und wollte die Waldbewohner nicht allein lassen. Hoffentlich hatte Papa keine Zeit für einen Omabesuch. Es durfte einfach nicht sein.
„Was ist denn, Clara? Du bist ja ganz blass.“
„Ach nichts, ich glaube ich muss einfach was essen, dann ist gleich alles wieder in Ordnung.“
„Soll ich dir einen Pfefferminztee kochen?“ Mama schaute besorgt drein.
„Ja, bitte, Mama. Pfefferminztee hilft gegen Bauchweh und schmeckt so lecker. Kannst du bitte einen Löffel Honig hineinrühren, den mag ich doch so gern!“
Am Frühstückstisch war dann nicht mehr von Träumen oder Reisen die Rede. Clara trank ihren Tee und bald darauf waren ihre Wangen wieder gerötet. Sie aß zwei leckere Butterbrote und dann zog sie ihre warmen Socken, die Gummistiefel und die Regenjacke an, weil sie ein wenig in den Garten gehen wollte.
„Geh nur“, stimmte ihr die Mutter zu. „Frische Luft ist gesund. Und grüß mir die Elfen und Waldgeister!“
„Mach ich“, rief Clara fröhlich und sie freute sich darüber, dass die Mutter auch Freude an den Waldwesen hatte, selbst wenn sie sie nicht sehen konnte.

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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Eine Antwort zu 12.11.2016

  1. lifetellsstories schreibt:

    Na,na,na,ob die Oma wohl auch den Hermann und die Hilda kennt? Woher kann sie so gut Haselnusskuchen backen? Ach, ich will nicht raten, – ich warte einfach ab, wie es weiter geht und lasse mich überraschen.
    LG (auch an Lukas) und einen schönen Sonntag
    Astrid

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