5.11.2016

Wieder ein kleines Häppchen der Clara-Geschichte. Viel Spaß beim Lesen und danke für Eure Begleitung!

Teil 5

Die Waldbewohner hatten diese bedenkliche Entwicklung lange beobachtet und sie hatten sich große Sorgen um die Menschen gemacht, die sie liebten und mit denen sie gemeinsam, Seite an Seite, leben wollten.

Man wird sich nun fragen, wie denn die Waldwesen von der Existenz Claras erfahren hatten. Das ist ganz einfach. Immer wieder wurden Boten ins Menschenreich geschickt, die erkunden sollten, ob da nicht doch jemand wäre, der noch ein offenes Herz und ein sehendes Auge hatte. Dabei waren einige Elfen auf Erkundung in den Garten von Claras Eltern gekommen waren und das kleine Mädchen am Küchenfenster hatten sitzen sehen. Sie erkannten sofort, dass dieses Kind sie sehen konnte und seitdem besuchten sie es immer und immer wieder, besonders am Abend und in seinen Träumen. Sie sorgten auch dafür, dass die Mutter am Abend die richtigen Geschichten vorlas, damit Clara immer mehr erfahren konnte und ein Grundwissen zur Verfügung gestellt bekam.

Irgendwann hatten die Elfen der großen Eule gemeldet, dass sie das Kind gefunden hätten, das Einzug in ihr Reich nehmen könnte. Man traf sich auf der großen Waldlichtung und schon da wurde ein großes Fest gefeiert. Das war nun lange her und mittlerweile war das Kind so weit, dass nichts mehr passieren konnte, denn sein Denken und Fühlen war so weit gefestigt, dass die Waldbewohner keine Angst in ihm auslösen würden, wenn sie ihnen endlich persönlich begegnen würde. Bald war es soweit, sehr bald.

 

  1. Kapitel

 

Mit Stürmen und Regen hatte der Herbst sich angemeldet, die bunten Blätter schneiten von den Bäumen und die Zeit, die man draußen verbringen konnte, wurde immer kürzer. Schon früh am Abend wurde es dunkel und an den Abenden prasselte schon wieder ein lustiges Feuer in den Wohnzimmern oder Küchen. Auch im Haus von Claras Eltern war es gemütlich warm. Die Familie hatte zu Abend gegessen und Clara gähnte schon vor Müdigkeit.

„Kind, es ist doch erst sechs Uhr, ein bisschen kannst du doch noch aufbleiben. Komm, wir kuscheln und ich erzähle dir eine Geschichte“, bat die Mutter.

Clara kletterte auf ihren Schoß und schmiegte sich an sie. So warm und weich war die Mutter und sie duftete so gut nach Kamillenseife. Clara liebte diesen Duft so sehr. Beinahe schmerzhaft war dieses intensive Gefühl, denn sie wusste, dass sie die Eltern bald verlassen würde und das würde ihnen großen Kummer machen.

Aber zunächst begann die Mutter zu erzählen:

 

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Über Regina (klatschmohnrot)

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