Montagsgedanken

Ein kurzes Wochenende war das wieder. Wenn ich samstags bis 13.00 Uhr arbeite, dann meine Einkäufe erledige und um drei zu Hause bin, dann fängt das WE für mich an. Natürlich wartet dann noch das bisschen Haushalt auf mich und evtl. die Wäsche aber das lasse ich gern liegen, wenn Lukas anruft und dringend bittet: „Oma, kannst du jetzt sofort kommen?“
„Was gibt es denn so wichtiges, dass ich sofort kommen muss?“, frage ich und er sagt:
„Ich brauche dich hier!“
Gibt es da noch eine Alternative? Nein, er braucht mich und ich fahr hin. Es ist schön, gebraucht zu werden. Richtig schön!
Kurze Zeit später liegen wir beide auf dem Bauch im Wohnzimmer und spielen Tankstelle, anschließend Verstecken, dann lesen wir und Ruck Zuck ist der Nachmittag rum.
Dieses Gedicht ist in einem solchen Moment entstanden.

Heute morgen habe ich gelesen, dass eine 62-jährige einen Hund aus dem Tierheim haben wollte, ihn aber nicht mehr bekommen hat, weil sie zu alt sei und den Hund wohl nicht überleben würde. Das macht mich nachdenklich, sehr nachdenklich!

Siehe auch hier: ARTIKEL

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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13 Antworten zu Montagsgedanken

  1. fudelchen schreibt:

    Es ist wirklich schön gebraucht zu werden und wenn der Weg zum Enkelkind nicht weit ist, dann ist das noch viel schöner.
    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße

    Marianne ♥

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Das stimmt, liebe Marianne,
      mein Enkelkind könnte ich sogar zu Fuß erreichen, es sind nur 2 Kilometer – aber wenn es so schnell gehen muss, wie am Samstag, dann sause ich mit dem auto hin 🙂
      Liebe Grüße
      Regina

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  2. april schreibt:

    DAS schockiert mich jetzt aber auch, die Sache mit dem Hund. Ich will zwar keinen, aber ich würde mich nicht zu alt fühlen. Also mit 62 (ich bin 63) schon an den Tod denken … Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Tage gezählt sind und ich versuche, danach zu leben, aber so krass und praxisnah hab‘ ich es noch nicht vor Augen geführt bekommen.

    Ein Glück, dass das mit den Enkelkindern noch geht 😉 Und du hast es instinktiv genau richtig gemacht, alles stehen und liegen zu lassen. Solche Augenblicke mit dem Enkelkind sind sicher unbezahlbar.

    LG, April

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Ich war auch geschockt, liebe April,
      es ist ein großer Unsinn, der Dame keinen Hund zu geben. Wenn man überlegt, dass die Menschen heute alle älter werden und sicher verantwortlich damit umgehen (die meisten jedenfalls), dann ist es sicher besser, den Hund in liebevolle Hände zu geben, als ihn im Tierheim zu belassen. Ich bin 56 und mache mir da auch so meine Gedanken, diese Geschichte heute fand ich richtig krass.
      Liebe Grüße
      Regina

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  3. Manfred Konradt schreibt:

    Mmmhhhhhmmmm…..so gesehen kann man auch einem gerade verheirateten Paar den Hund verweigern da die Möglichkeit einer Scheidung besteht. Es soll ja nicht wenige „Scheidungshunde“ in Tierheimen geben.

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Recht hast du, lieber Manfred,
      das habe ich auch schon gehört. Unsere Hunde sind alle alt geworden bei uns und wir würden jederzeit wieder einen nehmen und ihm ein gutes Leben ermöglichen und sicher würden wir dafür sorgen, dass es ihm auch dann gut geht, wenn wir selbst nicht mehr können. Am Samstag hat mein Mann gerade ein Pony adoptiert, das jetzt sicher ein tolles Dasein führen wird.
      Liebe Grüße
      Regina

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  4. Anna-Lena schreibt:

    Der Artikel ist ja hammerhart.
    Und wie steht es damit, wenn 70jährige noch munter Kinder zeugen????
    90jährige noch Auto fahren????

    Da fällt mir mit 57 schon der Unterkiefer runter 8-O.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

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  5. Julia(Möwe) schreibt:

    Moin Regina,freut mich das Du für Lukas sofort da warst.Er wird es sich immer merken,das Omi sofort kommt,wenn er Omi braucht.Das schafft Vertrauen.Hast Du gewußt,das die meisten Autoverleiher auch keine Autos an über 60 jährige verleihen.Vorhin im Fernsehn gehört.Ich warte nur noch darauf,das Menschen die in Rente(Pension usw.) gehen,nur noch zugeteilte Lebensmittel bekommen,weil sie durch Nixtun zu dick werden könnten.
    Sei lieb gegrüßt,
    Julia

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  6. Regula schreibt:

    Weiterhin viel Spass mit dem Enkel.

    Mit 62 zu alt für einen Hund zu sein, finde ich den Hammer.
    Wir hatten immer einen Hund in der Familie. Später hatte mein Bruder einen, den mein Vater oft hütete, wenn es nötig war. Dann starb der Hund an Alterschwäche und Krebs. Mein Vater war sehr traurig. Wir Kinder wollten ihm einen Hund schenken. Darauf angesprochen hat er, mittlerweile 75 Jahre alt, gesagt, er wolle keinen mehr, da er für den Hund nicht mehr sorgen könnte, wenn er alt sei.

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Wir können ganz gut selbst entscheiden, ob wir zu alt sind. Das zeigt ja, dass dein Vater auch verantwortlich entschieden hat, keinen Hund mehr zu nehmen. Aber mit 62 Jahren schon mit diesem Argument konfrontiert zu werden, ist doch eine Frechheit.

      Liebe Grüße
      Regina

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  7. Wunderwaldverlag schreibt:

    … dabei gibt es doch jetzt schon ganz offiziell die „Silversurfers“ und die selbstbestimmte „60-Plus-Generation“, die von allen Branchen heftig umworben werden. Deshalb ist das Argument, dass man mit 62 zu alt ist für ein Tier aus dem Heim, für mich blanker Unsinn.

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