Wege, damals und heute

Wieder packt mich die Sehnsucht,
den Weg meiner Kindheit zu gehen.
Dorthin, wo wir gespielt haben,
unbefangen, ohne Angst,
mit kindlicher Fantasie und Freude.

Steht sie noch, die alte Eiche,
die uns Schutz bot mit ihrem Blätterkleid,
wenn ein leichter Sommerregen
nicht zum Heimgehen bewegen konnte?

Leuchtet die untergehende Sonne noch
im gleichen, warmen Orange,
wenn es Zeit ist, den Weg zurück zu gehen,
nach Hause?

Die Faszination der Erinnerung –
neu gespürte kindliche Freude,
einfach nur noch einmal den Weg gehen,
den Weg der Kindheit.

Immer wieder sind es die Bäume, bei denen ich lande, wenn ich an vergangene Zeiten denke und auch in der Gegenwart sind sie es, mit denen ich mich vergleiche. In dem Gedicht Lebensherbst kommt das auch zum Ausdruck. Ich war so ein richtiges Waldkind und das bin ich wohl heute noch!
Elke teilt die Liebe zu den Bäumen und zum Wald mit mir, mir gefällt ihre Geschichte „Windkind und der kitzlige Nussbaum“ sehr.

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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15 Antworten zu Wege, damals und heute

  1. mausi61 schreibt:

    Ich wünsche dir einen schönen Abend Knubu 🙂

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  2. Brigitte schreibt:

    Ich bewundere Deine Fähigkeit diese Gedanken so berührend mitzuteilen.
    Gedanken an die Kindheit sind doch immer wieder berührend und manchmal staune ich was ein Kind so alles aufgenommen hat und was sich im Gedächtnis festgesetzt hat.

    LG
    Brigitte

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Danke schön, Brigitte,
      die Kindheit ist manchmal präsenter als die Gegenwart, vor allem dann, wenn es mal nicht so gut geht. Das ist dann wohl der Ursprung der Aussage:Früher war alles besser.
      Das ist sicher nicht so, es kommt einem nur so vor, nicht wahr?

      Liebe Grüße
      Regina

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  3. Anna-Lena schreibt:

    Von den Stätten meiner Kindheit würde ich kaum etwas wiederfinden, denn fast alles ist einer neuen Bebauung zum Opfer gefallen, Für meine Jugendzeit sieht es da schon besser aus.

    manches war früher tatsächlich besser 🙂
    Liebe Nachtgrüße
    Anna-Lena

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Liebe Anna-Lena,
      ich mache mich in den nächsten Tagen mal auf den Weg, die o.g. Wege zu fotografieren. Natürlich haben sie sich verändert, aber sie sind noch da, teilweise verwildert, aber noch erkennbar.
      Stimmt, manches war früher besser …

      Liebe Grüße
      Regina

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  4. mono8no8aware schreibt:

    sehr schöne bilderzeilen, die in vielem auch auf mich zu treffen, obwohl nicht eigentlich wirklich nur die kindheit angehend, aber ich habe mich schon oft dabei erwischt, jene stätten mit dem auto oder dem töff zu umkreisen, erst mit einem ziemlich großen radius, der dann aber rasch immer kleiner wird und plötzlich stehe ich dann vor meiner ersten grundschule und erlebe es, dieses ganz besondere gefühl, hier schon einmal zwei jahre lang gewesen zu sein, ja, dort gelebt zu haben, ohne im detail noch irgend etwas in der schule genau zu erinnern, aber die wiesen drumherum, die walderdbeeren am waldesrand, den kuhfladengeruch auf der hauptstraße mitten im dorf…
    dir einen schönen Tag!
    liebe grüße vom
    ludwig

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Ich bin ja immer in dieser Gegend hier geblieben und hatte somit immer die Gelegenheit, alte Stätten wieder aufzusuchen. Ab und zu kommt dann mal wieder der Gedanke, genau dort hinzugehen, wo ich als kind meine Zeit verbracht habe. Vieles is geblieben, anderes ist gar nicht mehr da. so wird in den nächsten Wochen das Haus abgerissen werden, in dem ich als Kind gelebt habe. vor zwei Jahren war ich nochmal drin, ein komisches Gefühl war das. Übrigens habe ich immer die Gerüche der Vergangenheit in der Nase, wenn ich zum Beispiel an meine Großeltern denke, dann vebinde ich einen besonderen Geruch mit jedem von ihnen. Mein Opa roch immer nach Klettenwurzelöl, das er sich auf seinen wenig behaarten Kopf schmierte, es roch köstlich. Und meine Oma roch nach Seife (ich glaube es war Tosca-Seife), ebenfalls köstlich. Meine Freundin Anne roch nach Milchnudeln mit Zimt und meine Mutter nach Schokoladenpudding (mein Lieblingströsterpudding, wenn es mir mal so richtig mies geht.

      Ach ja, ich könnte noch so viel erzählen, aber nicht hier im Kommentar, das kommt so nach und nach in meinen Erinnerungen wieder zum Vorschein.

      Liebe Grüße
      Regina

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Danke, Ludwig,
      ein schönes Wochenende wünsche ich dir!
      Liebe Grüße
      Regina

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  5. bruni kantz schreibt:

    Sehnsucht nach unserer Kindheit, sofern es keine schlimme war, packt uns alle ab und an. Es gibt sie noch, die orangefarbene Sonne und ihre Wärme spürt Frau oder Mann immer noch. Das ist gut so. Lieber Gruß von Bruni

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  6. Manfred Konradt schreibt:

    Jetzt besuche ich dich einmal in dieser anderen blogwelt – und leg eine „Leitung“ damit ich diese Einträge auch wahrnehme.

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  7. gageier schreibt:

    Ein sehr schön gestalteter Blog,die Geschichten aus der Kindheit,sehr schön beschrieben,danke schön ,wünsche dir einen schönen Abend.Klaus

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