Zwischenwelt

Wie von selbst

gleitet die Feder übers Papier,

schreibt Worte, Sätze, Gefühle auf,

die sie nicht vergessen möchte.

Einst schrieb er diese Gedanken für sie

mit schwarzer Tinte auf weißem Büttenpapier.

Wie ihren Augapfel hat sie gehütet,

was ihr von ihm blieb.

Dann fing sie an,

seine Worte abzuschreiben,

so als habe sie Angst,

dass die Tinte verblassen könnte

und die Gedanken,

seine Gedanken

mitnähme in die Ewigkeit

des Vergessens.

Sie erinnert sich an nichts mehr,

weiß nicht, dass sie Mutter ist,

hat vergessen,

dass die Kinder in die Welt zogen

und sie allein zurückblieb.

Wenn man sie bei ihrem Namen nennt,

schaut sie erstaunt aus großen traurigen Augen

und lächelt mechanisch.

Sie ist längst nicht mehr hier

bei uns.

Sie ist bei ihm

und ihre Hände halten die Feder,

die seine Worte schreibt

Tag für Tag

© Regina Meier zu Verl

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Über Regina (klatschmohnrot)

Autorin
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6 Antworten zu Zwischenwelt

  1. bergkristall53 schreibt:

    herzlichen dank für deinen kommentar,
    freut mich riesig, wieder jemand gefunden zu haben, der auch schreibt.
    hab keine angst vor der seite, ich habe mich auch durchgewuschelt.hihi
    meine eigenen sachen findest du unter rosina53myblog.wordpress.com
    alles liebe,licht und frieden
    mary rosina

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Liebe mary rosina,

      danke, so langsam aber sicher finde ich mich schon etwas zurecht hier. Ich freue mich auch, dass hier viele Schreiberlinge zu finden sind. Gern werde ich dich weiter besuchen, du hast wunderbare Bilder in deinem Blog!

      Viele Grüße
      Regina

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  2. syntaxia schreibt:

    Liebe Regina,
    zunächst herzlich willkommen bei WP. Da habe ich dich jetzt sozusagen in der Nachbarschaft – wie schön! Für dein neues Blog wünsche ich dir gaaaanz viele nette Leser und Leserinnen und Freude am Schreiben.

    Deine Zeilen sind traurig aber so wahr für viele Menschen! Sehr berührend!

    ..grüßt dich Monika herzlichst

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    • klatschmohnrot schreibt:

      Liebe Monika,

      danke dir! Mein altes Blog bleibt, hier werde ich Geschichten und Gedichte veröffentlichen.
      Ich freue mich, dich in der Nachbarschaft zu haben, irgendwie waren wir uns ja schon immer nah!

      Herzliche Grüße
      Regina

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  3. Lavendelblau schreibt:

    Oh, wie schön ist das! Erst jetzt habe ich es entdeckt und lese es immer wieder.
    DANKE, du Liebe!
    Ein Lächeln dir
    Elke

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